Folie VerteMay 1, 2008 11:07 am

Während andere hoffentlicht schön gesoffenfeiert haben, wurde hier zerknirscht über den Prüfungsvorbereitungen gebrütet und sich als Entschädgung wenigstens ein thujonhaltiges Erfrischungsgetränk bereitet. Doch was musste ich just lesen? Die Grüne Fee “entzaubert” (ich trank übrigens einen Blanche)? Pah, diese Ignoranten! Als wenn die Präsenz der Grünen Fee messbar wäre! Und überhaupt: Die hat das Thujon in der langweiligen Zwischenzeit wahrscheinlich einfach selbst weggeschlabbert!
Obwohl ich für so eine antike Flasche des Zaubertranks auf jeden Fall auch zu haben wäre…

Back in the woodsApril 23, 2008 2:51 pm

Einige Isländer wehren sich auf recht traditionelle Weise gegen den Bau von Aluminiumhütten und die Zerstörung der isländischen Natur…

Musick and sonic landscapesApril 22, 2008 10:55 am

Keine Ahnung, warum ich schon wieder so euphorisch bezüglich norwegischen Musikschaffenden bin. Vielleicht liegt es daran, mich so von meinen Prüfungsvorbereitungen ablenken zu können… :-)
Seit ich vor einigen Monaten auf Wardruna gestossen bin, verfolge ich dieses Projekt(?) bekannter Szenehengste der norwegischen Westküste mit wachsendem Interesse und mittlerweile gespannter Erwartung. Irgendwie passiert bei ihrer Musik nicht viel, oft hat man Deja vu Erlebnisse, Minimalismus pur. Überwiegend traditionelle Instrumente und Gesänge erzeugen dabei jedoch eine beeindruckende atmosphärische Dichte und ein archaisches Flair (weiß nicht wie ich das sonst beschreiben soll). GarmarnasNjaalkeme” vom “Guds Spelemän” Album könnte ein musikalischer Hinweis sein, aber irgendwie spuken mir auch Hagalaz` Runedance und “New Age Mucke” im Kopf rum… Die Stücke, eher könnte man von musikalischer Ritualbegleitung sprechen, haben jedenfalls etwas, dem man sich schwer entziehen kann. Freunde von (Dark)Ambient und simplem skandinavischen Folk sowie der zeitgenössische Runenmagier von nebenan ;-) sollten mal ein Ohr riskieren.

Musick and sonic landscapesApril 10, 2008 7:34 pm

Wer hätte gedacht, dass ich hier mal eine halbwegs aktuelle Scheibe aus dem erweiterten Black/Folk/Viking Metal Bereich lobend erwähnen würde. Aber die mir vorliegende erste CD von Sorgsvart ist einfach zu gut, um sie hier unerwähnt zu lassen. Vergesst Vreid und Konsorten, Sorgsvart sind die einzig legitimen Nachfolger der seligen Windir. Weitere Infos zur Musik erübrigen sich daher eigentlich, der anarchistische Einschlag im Bandimage offenbart jedoch Parallelen auch musikalischer Art zur punkigen Attitüde des Landsmanns von Glittertind und ist in dieser Form wohl nur in den skandinavischen Ländern möglich. Das neue Album “Vikingtid Og Anarki” (übrigens DER Titel der letzten Monate! LOL) kenne ich noch nicht, die Reviews versprechen allerdings schon mal großes…

Living in a farce 3:27 pm

Manchmal muss man unbequeme Entscheidungen treffen. Manchmal muss man über seinen Schatten springen und Risiken eingehen. Manchmal muss man Dinge aufgeben, um weiter zu wachsen. Manchmal ist Bauchgefühl besser als ewiges Grübeln. Manchmal braucht es Ehrlichkeit und Zielstrebigkeit. Manchmal versucht man, fair zu handeln, und weiß nicht ob es gelingt.
Und manchmal verletzt man Menschen, obwohl man es eigentlich gar nicht will. Weil man sie trotzdem immer gern haben wird.

Living in a farceApril 3, 2008 8:44 am

Ich als Norddeutscher wusste doch schon immer, dass Karnval und Kölsch doof machen. Das ist so absurd, das geht überhaupt nicht. AGG vs. GG, und Rolle rückwärts. Gut das ich nicht in Köln wohne, könnte sein dass man mich in der Stadtverwaltung bald nicht mehr versteht. Vielleicht sollte ich in der Schule auch anfangen, in die Zukunft zu bewerten…

Folie VerteMarch 30, 2008 4:38 pm


Da fährt man schon mal ins vermeintlich gelobte Land der Frieten, und was bekommt man serviert? Laffe, ungesalzene Dinger, die frisch nach Tiefkühltruhe schmecken. Naja, Rache ist Blutwurst. Da tat das folgende kühle Jupiler dem Gaumen schon bedeutend wohler. Gezapft und billig, so wie muss.
Was war noch? Achja, Agalloch nahmen live in Vosselaar ihre erste DVD auf. Und was soll ich sagen, außer: schiere Brillianz und Gänsehaut pur. Für ein Metalkonzert war das Publikum erartungsgemäß erstaunlich heterogen (vom Postrocker bis zum trve Black Metaller war alles vertreten) und ließ sich die phänomenale Stimmung auch durch den Kabelbruch eines Gitarristen gleich beim ersten Stück nicht nehmen, welches daraufhin lobenswerterweise noch einmal gespielt wurde (wir erinnern uns: DVD Aufnahme). Einziger Wermutstropfen dieses außergewöhnlichen Auftritts war die fehlende Zugabe, dafür gabs zu Beginn eine Weihrauchräucherung und die Bandmitglieder gingen auf der Bühne auch unerwartet ordentlich ab. Die DVD dürfte sogar für relative DVD-Muffel wie mich ein Pflichtkauf werden.
Die holländische Vorband “In Age And Darkness” wusste mit ihrem Funeral Doom mit Postrockeinflüssen zu Beginn recht positiv zu überraschen. Könnte man im Auge behalten. Von den zu meiner Freude für Mourning Beloveth eingesprungenen englischen Fen war ich anfänglich jedoch ein wenig enttäuscht, stellt die letztjährige MCD für mich doch einen Höhepunkt des musikalischen Jahres 2007 dar. Dank kontinuierlich besserem Sound und zwei Bier mehr intus kamen aber vor allem die letzten beiden minimalistisch-monotonen Monsterstücke dann doch noch an meine Erwartungen heran.
Tja, und wenn man nicht weiß, dass drei Türen neben dem Club Metalzone/Shiver Records einen Laden haben, hat man definitiv nicht genüged Geld mitgenommen… *argh* Den krönenden Abschluss eines spaßigen Abends mit guter Musik und noch besseren Gesprächen bildete dann aber der unmittelbar nach Abfahrt noch zu pustende Alkoholtest bei den netten belgischen Polizisten auf der Hauptstraße (in Leidensgemeinschaft mit fast alle weiteren motorisierten Konzertbesuchern). “This S means safe. Sie können weiterfahren.” Seit wann praktiziere ich denn wohl nicht Safer Sex Driving?

Back in the woodsMarch 24, 2008 3:59 pm

Vormittags auf einer Kuppe bei Lauterbach. Ein stürmischer, böiger Wind fegt über die karge Höhe, fast waagerecht kommen Graupelschauer von vorne und nehmen die Sicht bis auf ein paar Meter voraus. Feine Kristalle stechen mir ins Gesicht, manchmal wirft mich die Wucht der Böen fast um. Mir ist kalt, wirklich witterungsgerechte Bekleidung liegt 600 km Luftlinie westwärts am anderen Ende Deutschlands ungenutzt und vergessen im Schrank. Ich muss an Skadi denken… Die Musik im Ohr passt perfekt: Paysage d`Hiver begleiten kongenial tosend das Spektakel auf der verschneiten Anhöhe. Eine Einheit von Empfindung, Zeit und Raum, und doch eine fast zeitlose, existenzielle Erfahrung. Black Metal als Refugium.
Lange halte ich es nicht aus im stürmischen Treiben und mache mich auf den Weg hinunter. Ich fühle mich kraftvoll und lebendig.

Trotz des Winteraustreibens zu Ostara hat es hier an der Mosel heute morgen wieder geschneit. Aber das ist nichts gegen den Wintereinbruch im Erzgebirge letzte Woche: Glatteis, Straßensperrungen, Schneestreiben, Schneemannbauen :-) . Sowas ist man ja garnicht mehr gewohnt…

Back in the woodsMarch 15, 2008 12:45 pm

Nachdem einige Ostaravorbereitungen schon vorsorglich erledigt wurden, kann es morgen nun in den wohlverdienten Kurz- bzw. Heimaturlaub ins Erzgebirge, vor allem in das Naturschutzgebiet rund um die Greifensteine gehen. Gerade pünktlich zum Ostarafest zurück, will danach die leidige Steuererklärung zum ersten Mal allein gemacht werden, bevor ein letzter Höhepunkt die Ferien schon wieder abschließen wird. Aber dann kommen ja schon bald der oldenburgische Heimatvertriebene und der Fischkopp vorbei zum Wok- und Weinwochende samt Verkostung schwedischer Modedrogen.
In der Folge geht es an die Vorbereitungen zum letzten Akt, dem 2. Staatsexamen im Mai.
Zu Mittsommer heißt es dann endlich: Freiheit!

HatefuelMarch 14, 2008 10:44 am

Auf welchem Planeten leben solche Leute? Wenn man nicht wüsste, dass hinter derartigen Artikeln Methode steckt könnte man wenigstens noch auf eine Satire schließen.