27.-28.09.05: Also, nach dem vorgestrigen “entspannten” Day off und einer wieder mal völlig aus dem Ruder gelaufenen Grillparty im Bahndamm bis 5 Uhr früh inkl. Malignancy-Danny als Bartender und moshen hinter der Theke gings dann nach Ausschlafen/Katerkurieren mit Verspätung ab nach Gent… und wieder mal zu spät angekommen, so dass ich nicht wie geplant meiner Holden noch etwas kaufen konnte. Dafür auf der Fahrt schon nen 6er belgisches Kirschbier gekillt…gewöhnungsbedürftig.
Gent dann wie letztes Jahr: Beschissener Club, beschissener Promoter, beschissenes Publikum, beschissene Stimmung, aber Sound OK. 18 zahlende Gäste… Da auf Kasse gespielt wurde bei 9-10 Euro Eintritt gerade mal das Spritgeld wieder reingekriegt… Verkauft gar nichts! So siehts manchmal halt aus. Dafür war der Dürüm nebenan OK und die Aftershowparty auf der Straße (die Genter Partymeile da Studentenstadt, und alles voll mit strammen Frauen!) der Killer. Scheissmike (oder auf NYisch: “Scheisstemike”) und Klötenkonni schon wieder so voll dass sie ein in einem Schaufenster tanzendes Girlie anflirten (eher Scheissmike), und der es dann sogar schafft mit Digglers Klamotten ausgestattet den Dresscode der Bar zu umgehen und zu der Alten vorzudringen… wir wurden alle stinkenderweise und mit Assi-Metalklamotten ausgestattet nicht rein gelassen. Aber dann doch keine Klokopulation, denn: Sie war ein JesusFreak, auch wenn sie das geschenkte Despo-Girlie gleich angezogen hatte…voll debil die Kleine. O-Ton: “Has the skull on it a meaning?” - “No, its only a picture.” “Think about Jesus!” “Take care of Jesus!” - Ab in den Ofen…
Halb sechs in der früh zu Hause gewesen, noch eben meiner besseren Hälfte per SMS einen guten Morgen gewünscht und ausgepennt. Heute nun 10 Euro-All you can eat hier beim Chinesen und dann morgen früh ab nach Chemnitz, Wäsche waschen.
Möge Jesus mit euch sein. Viel Glück bei der Prüfung Bella.
Also mit Internet sieht das echt mau aus bisher… In Prag war ich zwar im Netz aber hatte nicht soviel Zeit…
Nun hier mal ein Kurzdurchlauf der letzten Tage seit dem Enn-Aar-Dabbelju Deathfest…
19.-20. September: Abends los in die Slowakei, 15 Stunden Fahrt durch unglaublich hässliche Orte und schöne Berge. Englisch- und deutschsprechenden Kebapmann gefunden, der die deutschen Döner in den Himmel lobt und seinen eigenen zu Recht für den Besten am Platz anpreist. Viel Bier, ca. 40 Zahlende die trotzdem gut abgehen, keiner kann Englisch. Geile chicks, Pennen in spartanisch-slowakischen Campinghütten in den Bergen… strange.
21.-22. September: Pünktliche Ankunft in Prag… unsere Show super, Wormed haben eine unglaubliche Pechsträhne an diesem Abend (Basssaite gerissen, Gitarrensaite gerissen, Drumpedal kaputt gekloppt, Sänger Rücken verknackst=alle 4 sauer), ordentliche Besucherzahl, billiges Bier, Schnitzel als Catering: Was will man mehr? Genau, Weiber, also nach dem Einchecken in ein Hostel in die Innenstadt, sich von dreisten Taxifahrern megamäßig abzocken lassen und den Abend bis 5 Uhr morgens in einem Stripclub ausklingen lassen. Tschechische Frauen sind ECHT die Hübschesten, Zdenek hatte nicht gelogen… Die Amis und Spanier holen sich eine Private Show nach der anderen, Fuffis im Club, 100 Kronen ein Bier (Gambrinus)… Fazit: Gesamte hohe Mercheinnahmen des Abends gleich wieder versoffen und ausgegeben… aber Spaß hats gemacht. Konni und ich pennen total zu im Bulli wegen Wache halten, Diggler, Dog Shit-Mike und der Rest im Hostel. Am nächsten Mittag Einchecken in einem anderen 10 Euro pro Nase und Nacht Hostel, duschen(!), Essen kaufen, bei MC Donalds Hausverbot kriegen wegen Frauen bewerten und abends früh ins Bett.
23. September: Sursee, Schweiz steht an… (übrigens, die letzten Tage war T-Shirt und kurze Hosen Wetter!) Imposante Landschaft, späte Ankunft, bestes Catering ever, immer neues gratis Bier Bier Bier… 100 Fotos gemacht, Tits for T-shirts hätte fast geklappt, ne Menge Groupies vorhanden aber Konni darf ja nicht… absolute Hassparty in einer Art Bunkerkomplex bis morgens früh… einige machen auch durch. Show? War OK, bloß Wormed reissen schon wieder die Gitarrensaiten und deren Sänger ist sowas von whiskeyvoll…
24. September: Kranke aber sauschöne Fahrt durch die Alpen, Schweiz, Liechtenstein, Österreich. Zeitverzug, Ankunft verspätet um 21 Uhr. Dann der Hammer: Vorbands totaller Schrott, Sound mies, 39 Zahlende. Der bisherige Tiefpunkt der Tour, für alle, auch emotional: Erschüpfung, Heimweh, Halsschmerzen bei allen Sängern. Vermisse sogar das Mensaessen. Pennen dann bei der Promoterin und ihrer geilen Freundin, die gehen noch in nen Club, beinahe Prügelei. Konni und ich haben unsere Ruhe beim nächtlichen Van bewachen, morgens dann Pipimachen gegen Häuserwände, schönes Graz begucken und ne Melange trinken, Hammer 2 Euro-Döner essen zum Frühstück. Keine Dusche mehr abgekriegt, deswegen müffelnde Horrorfahrt bis 2 Uhr morgens nach Wermelskirchen zurück. Pennen und Kiffen mit Malignancy bei Thorsten zu Hause. Fartmaster küren.
Heute: Day off: Kacken, Duschen, Rasieren, nachher Grillparty im Bahndamm, morgen Vormittag ab nach Gent, dann wieder Day off. Ab Donnerstag dann der Killer, 4 Tage nacheinander: Chemnitz, Bremen (mit Freundinbesuch
), Essen, Tilburg. Voraussichtliche Rückkehr: Montagmorgen. Nice.
This were the Despo-News, Goodnight. Cya all soon.
@Hoshi: natürlich gibts in Irland Metal, nur nicht da wo du immer gerade bist.
Moin Moin!
Internetcafes sind doch was feines, wenn man auch nicht in allen Bilder hochladen kann
. Daher vorerst auch keine visuellen Eindrücke der hier vorherrschenden Debilität… Konzert am Freitag war geil, sind von allen Bands am Freitag wohl am besten angekommen *schäm*. Danach gut gesoffen, bei Kühlschranktemperaturen im Wagen gepennt weil wegen zu faul die Schlafsachen ins AJZ zu tragen…Samstag dat gleiche. Scheißmike hat sich beim Umdrehen im Auto beinahe an Dirks Beckenständer ein Auge rausgehauen und rennt jetzt mitm abben Auge aka fettes Veilchen durch die Gegend. New Yorker finden sogar bekackte belgische Rastplätze “nice” und mein Auto auch und auch nicht zu klein. Naja im Big Apple macht sich ein Hummvee auch nicht so gut… Die Spanier kiffen wortwörtlich den ganzen Tag, sind aber auch ziemlich nett und knuddelig. Konni ließ sich den Piedel an einem Warmluftausstoß am Bahndamm braten und haute nem schwulen Franzosen beim “Kloppen aus Spaß” einen Ohrring raus. Cosmo Dikkler steht die ganze Zeit debil neben der Bühne rum und macht einen auf wichtigen Drumroadie. Ömers Pizza mit Pepperoni, Paprika und Hähnchendöner ist phänomenal geil. Hellbangers Moselfranken trinken nach dem Saufen drei Becher Ayran (hier: “Eierrahm”, wegen Aussehen und Konsistenz) hintereinander. Muckerkollege Niklas` Freundin macht nach 3 Jahren am Handy Schluß und er knallt 2 Stunden später ne frisch kennen gelernte Schweizer Alte aufm AJZ Speicher nachdem er mit Konni Zungenküsse geübt hat. Ich hasse Belgier und die angrenzenden Holländer.
Und und und…
Nächstes Update kommt… ähem, demnächst, irgendwann, von irgendwo. Heute gehts in die Slowakei.
Bis dann, und möge der Ayran mit euch sein.

Find ich gut.
np. Autumnblaze-Lighthouses (Nun bin ich ja mal gespannt ob El Gerrito auf deren Seite nicht was bekannt vorkommt…)
np. Alverg-3 songs from upcoming album
So, da das Tourtagebuch auf der Hauptbandseite mangels Vorarbeit anderer Leute anscheinend nicht laufen wird, könnt ihr euch hier schon mal (oder auch nicht) auf hoffentlich regelmäßige Updates aus dem aufreibenden Tourleben eines sich auf dem absteigenden Ast befindlichen Rockstars freuen. Inklusive Fotos. Mir schweben da so Schnappschüsse von Konnis Hodenklatschkonzerten, Dirks Speckröllchen beim blow job kriegen oder Mikes nackter Arsch vor… plus Groupiepix und das, was die Amis und dauerbekifften Spanier noch so treiben. Wird sicher lustig bzw. eklig. Examensarbeit, que c`est? [Ist das so richtig? Gut das wir nicht nach Frankreich fahren!]
Ansonsten: Ich kann keine Wehrerziehung mehr sehen.
Nachtrag NPD Farce: 100 NPDler, ca. 1700 Andersfaschisten, ca. 3000 Datenschutzignorierer (aus dem gesamten Bundesgebiet eingezogen), 1 zeitweise komplett abgesperrte Oldenburger Innenstadt, 1 Zweitfreund ohne Wochenendeinkäufe, 1 Zug der ohne klapprige Krückstockoma losfährt, 1 gelangweilter Zigarettendreher in Grün, ca. 50 stinkende Biomüllkisten im gesamten PM-Wohnheim (erst nach massiver Aufforderung von den “Organisatoren” dieser Provokation wieder entfernt), ca. 376.000 Fotos unschuldiger Passanten und PMWH-Bewohner, ca. 54.000.000.000.000.000 Euro rausgeschmissene Steuergelder an einem 2/3 Tag. Oh du schönes Deutschland.
United Entwicklungsländer of America
np. Dead For Days-Creating Murderous Domain
Hab ichs nicht vor ein paar Tagen hier geblogt? Nun sprechen auch “seriöse” Medien von Zuständen in den Südstaaten der USA wie in einem plattgemachten Entwicklungsland. Umhertreibende Leichen, Scheiße überall, vergewaltigte Kinder, plündernde Gangs, kein Trinkwasser…
Uns die wir in einem Landstrich leben der mit Ausnahme von Sturmfluten doch sehr katastrophenarm ist, ausgenommen die Bildungskatastrophe natürlich, bietet sich vorm Fernseher denn auch wieder mal ein Potpourri von Impressionen wie Menschen in Extremsituationen allgemein und Amerikaner im speziellen wirklich ticken. Ersteres: Hast du alles verloren, Haus, Hof, Kinder, und hat dir ein Megasturm gerade dein Leben zerrömert interessieren dich andere Menschen, Humanismus, Gott, Werte und das ganze andere blabla nicht mehr sondern nur deine eigene Existenz. Wie dünn doch diese “zivilisatorische” Fassade ist die innerhalb kürzester Zeit abbröckelt und nackten Überlebenskampf zurücklässt möchte nicht jeder wahrhaben.
Letzteres: Nicht das hier die Leute nicht auch durchdrehen würden angesichts solcher Zerstörungen, aber Unterschiede gbts doch. Amerikaner haben flächendeckend Waffen zu Hause und leben mit einem Wild West-Mythos. Jeder ist sich selbst der Nächste. Ergo, wenn man alles verloren hat kann man auch rumballern und sich holen was man braucht. Vor allem auf Repräsentanten (Polizei, Nationalgarde) einer Regierung die man oft als überheblich, heuchlerisch und verräterisch empfindet und die man mit seiner Wochenendmiliz am liebsten im nun wahr gewordenen Bürgerkrieg absetzen würde. Und vor allem wenn die Regierung nun auch wirklich dermaßen dilletantisch und unvorbereitet agiert wie man es 6 Tage nach dem Hurrikan immer noch sieht. Vor allem aber wenn man mittellos und schwarz, die Großfamilie ertrunken ist und man eh als Bürger zweiter Klasse betrachtet wird. In diesen Kreisen gabs demnach die meisten Opfer. Da hat man einfach nix mehr zu verlieren.
Wat fürn Kackland. Ach ja Bush, die Natur hat zurückgeschlagen.
