Erziehungsziel “Ehrfurcht vor Gott”
Dies soll nach dem Willen der katholischen Kirche in NRW wieder im Schulgesetz verankert werden. Die lassen sich auch immer wieder neuen halbgaren Schwachsinn einfallen um ihren Schuppen über Wasser zu halten. Sowas von unausgereift die Sache… welcher Gott ist denn gemeint? Wie soll das Ziel gemessen und bewertet werden? Und wenn ein Schüler keine Ehrfurcht haben will: Setzen, 6?
Unfug! Laizismus a la Francaise heißt die Parole! Mahlzeit!
np. Cerebral Effusion-Violence in Motion

Juhu ich glaube ich schwenke auf Theologie um!!!
Comment by Hoshi — April 3, 2006 @ 5:19 pm
Hmm, sehr interessant dieser Artikel.
Zwar bin ich auch für eine eindeutige Trennung von Staat und Kirche / Glaube, aber dieser Artikel ist nun doch etwas zu polemisch.
Zum einen hat er ein mittelalterliches Bild Gottes als Feindbild auserkoren und zum anderen gibt es immernoch seit was weiss ich nicht wie vielen Jahren den Religionsunterricht in der Schule und in einem solchem wird nicht die Erfurcht vor Gott benotet, auch wenn sie sicherlich ein Ziel des Unterrichts ist. Was den einen Gott und bitte welchen Gott angeht, da kann ich nur sagen, dass ich von meinem Priester und gleichzeitig auch Oberstufenlehrer mehr über andere Religionen und andere Götter gelernt habe als sonst irgendwie. Aber es ist schon richt, man sollte das ganze vielleicht anders formulieren, Erfurcht vor dem Glauben und dem Leben wäre wohl die passendere Formel. Aber auch dann werden sich sicherlich einige Atheisten angepisst fühlen…
Comment by Elgbro — April 3, 2006 @ 5:33 pm
Was heißt hier mittelalterliches Gottesbild? Wie sieht denn ein modernes christliches Gottesbild aus? Hier versucht eine machtbewusste Institution Einfluss auf die staatliche Institution Schule zu nehmen. Und jetzt verrate mir mal wo sich das Bild Gottes dieser Institution seit dem Mittelalter gewandelt hat. Als eine derartige Institution wird die Kirche einen Teufel tun, ihre Machtposition durch die Modifizierung und Modernisierung ihres “Gottesbildes” einzuschränken oder selbst in Zweifel zu ziehen und sich damit ins eigene Fleisch zu schneiden (und hier geht es ja nicht um eine reformfreudige katholische Splittergruppe sondern die Bischöfe). Den Bibeltreuen gilt also wie vor 1000 Jahren der gleiche Gott aus dem “Basisratgeber für Wüstenreligionen” als Grundlage ihrer Glaubenswelt: Der Eine da oben der straft und fordert!
Comment by Administrator — April 3, 2006 @ 7:40 pm
Ich sehe es als richtig an Gottesehrfurcht in der Schule zu lehren. Es muss nicht das christliche Gottesbild sein, doch wäre grundlegender theologischer Unterricht wichtig um das Verständniss zwischen den Religionen und untereinander zu fördern. Ich denke das deine Vorstellung von Ehrfuhrcht zu einseitig ist. Es handelt sich hierbei eher um das Beibringen von Respekt und Akzeptanz.
Comment by Manus — May 30, 2006 @ 12:49 pm
Dann sollte man es auch das Erziehungsziel “Respekt und Akzeptanz von Gottvorstellungen, auch der anderer Glaubensrichtungen” nennen, und nicht ein einseitiges Beharren auf den einen christlichen Gott (auch wenn er nicht explizit genannt wird) als Erziehungsziel darstellen (”christliches Abendland”). Das fördert nämlich kein Verständnis von anderen. Wenn du auf eine erhöhte Sensibilität im Zuge des Karikaturenstreits anspielst, OK, aber bitte beachte trotzdem dass wir hier im säkularisierten Europa und eben nicht in einem Gottesstaat sind.
Comment by Administrator — May 30, 2006 @ 1:57 pm