Musick and sonic landscapesMay 29, 2006 2:35 pm

Summoning - Oath Bound Cover

Hatten wir nicht letztens beim Noch-Irländer noch eine Kommentar”diskussion” über Musik und Tolkien/Fantasy? Nun denn, heute habe ich spontan die neue CD “Oath Bound” der österreichischen Tolkienverehrer Summoning erstanden. Fand ich die letzte bewusst wahrgenommene Veröffentlichung “Stronghold” nur noch durchwachsen, kommt die neue Scheibe zwar nicht an das (meiner Meinung nach) wegweisende und an epischer Düsternis von der Band nicht mehr übertroffene Meisterstück “Minas Morgul” heran, ist aber dafür besser als ihr bekanntestes Album “Dol Guldur”. Stilistisch sind sich beide Scheiben ähnlich, hier wie dort sind 8 Stücke vorhanden und auch das Cover und Layout knüpfen wieder an die alte Glanzzeit an. Aber auf “Oath Bound” wirkt alles irgendwie ausgereifter, perfekter, “authentischer” und atmosphärisch dichter als auf “Dol Guldur”. Sogar die Gitarre nimmt wieder eine eigenständigere Position ein als auf den vorhergegangenen Alben. Ist die Musik Summonings ja sowieso durch das Erschaffen von Stimmungen und inneren Bildern von Mittelerde und dem tragischen Wirken seiner Bewohner gekennzeichnet, vermag besonders das rhythmische, in der Sprache der Orks gesungene “Mirdautas Vras” tatsächlich marschierende Armeen von hunderten Orks heraufzubeschwören. Neben den ebenfalls tolkienverrückten Ainulindale genau das Richtige für verregnete norddeutsche Nachmittage.
Auch wenn ich solch düdelige Keyboardmucke heutzutage nicht mehr oft höre und mir der Tolkien Overkill im Zuge der Filme massiv auf die Nüsse geht: Ich bin äußerst positiv überrascht.

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PS. Ich sollte mir langsam wirklich einmal dieses oder jenes Buch zu Gemüte führen, plane ich schon seit Ewigkeiten…

Back in the woodsMay 26, 2006 7:33 am

Aber ich habe keine Wahl. Wenn jetzt sogar Kirchenfürsten anfangen, nach altheidnischer Sitte Grabbeigaben zur Versicherung des nachtodlichen Aufenthalts im Himmelreich ins eigene Testament aufzunehmen kann es mit dem Vertrauen auf den Universal-Allwissenden nicht mehr weit her sein. Oder hab ich nur den Witz nicht verstanden? Wie dem auch sein: *lol*

np. Fire + Ice - Hollow Ways

Living in a farceMay 24, 2006 8:35 am

Überraschend, einen derart konstruktiven und vernünftigen Vorschlag vom Zentralrat zu hören. Gerade was in dem Artikel über “das Vakuum füllen” durch Extreme beider Ränder gesagt wird ist doch sehr positiv zu bewerten. Wie “gestört” das Verhältnis zum eigenen Land eindeutig ist wurde auch bei der Lesung vorigen Freitag wieder mehr als deutlich, wo einzelne Zuhörer in vorauseilendem Gehorsam äußerten, sie würden wegen einem vorgestellten, zwar pathetisch - schwülstigen aber harmlosen lokalpatriotischen Text einer (übrigens ebenso harmlosen) Thüringer Gruppe “das Kotzen kriegen”.
Bei soviel sinnloser pc kriege ich das Kotzen (und ich würde mich noch nicht mal als Patrioten bezeichnen).

np. Kermania - Ahnenwerk

HatefuelMay 22, 2006 8:55 am

Nachdem in Deutschland erst in den letzten Monaten, ausgehend von aktuellen Buchveröffentlichungen deutscher Heimschüler (siehe u. a. hier), eine laue Diskussion über die Zustände in kirchlichen Heimen und Internaten ab den 50er Jahren aufgekommen sind, ist die kanadische Regierung mit ihrem Beschluss zu Entschädigungszahlungen an die indigenen Opfer da schon einen Schritt weiter. Während sich die Kirchen hier jedoch ungeheuerlicherweise mit der Anerkennung ihrer Schuld immer noch schwer tun, werden sie sich dort wohl den Beschlüssen fügen müssen.
Durch die gewalttätigen Umerziehungsversuche der Zivilisationsbringer in schwarzen Roben scheinen zudem viele aktuelle Probleme der First Nations hausgemacht… für deren Linderung müssen heute (jedenfalls wenn das Geld überhaupt bereit gestellt wird) teure Sozialprogramme auf die Beine gestellt werden. Die würde ich den Kirchen in Kanada anteilsweise zusätzlich in Rechnung stellen, den anderen Teil übernimmt ja der ebenfalls mitschuldige Staat. Trotzdem ist der Schritt dort einer in die richtige Richtung, während in der BRD die Opfer mit lächerlichen Beträgen oder sogar nur einer Entschuldigung abgespeist werden. Die Leute sollten nun die Konsequenzen ziehen und den christlichen Institutionen die Unterstützung endgültig entziehen.

np. Decrepit Birth - Through alchemy bound eternal (Demo version)

Living in a farce 8:10 am

Und wieder mal ein tolles Beispiel für die immer weiter zunehmende Verblödung dieser Welt, in der selbst Sonderschüler Millionen scheffeln können und meinen, ihre nicht vorhandene Ehre durch infantiles Rumgetue verteidigen zu müssen…

np. Deeds of Flesh - Mark of the Legion

Living in a farceMay 21, 2006 7:05 am

[*60er Jahre - Schwedisch, etwa tuntig, verweichlicht, weibisch]
Wo selbst diese Institution versagt, gibt ein hier bereits angesprochener Film die Antwort auf die hochspannenden Frage nach der tiefergehenden Bedeutung dieses enorm faszinierenden Wortes. Trotz des etwas abrupten Endes und weniger Fokus auf Rock´n´Roll als erwartet ein für alle Skandinavophilen sehenswerter und urkomischer Mix aus Komödie und Drama.

Nachtrag zur Alhambra - Lesung: Bedenken mehr oder weniger bestätigt.

np. Disgorge (US) - She Lay Gutted

Musick and sonic landscapesMay 19, 2006 2:44 pm

…wird Widerstand zur Pflicht.” Oder wie war das?
Heute Abend ist Rock´n´Roll angesagt: Die edlen Steiter für die demokratisch - freiheitliche Sache Christian Dornbusch (alias Martin Langebach) und Hans - Peter Killguss lesen im Oldenburger Alhambra aus ihrem pc-Reißer “Unheilige Allianzen”. Rechte Tendenzen im Black Metal (NSBM) sind zwar unbestreitbar und auf jeden Fall diskussionswürdig, von Objektivität und wissenschaftlicher Seriosität kann man bei dem Buch jedoch nicht wirklich sprechen. Vielleicht erhellt auch diese etwas betagte Erklärung bezüglich der Vorgehensweise eines der Herren in einer anderen Szene (mit gleichem tendenziösen “Rechercheergebnis”) den Wert dieses Pamphlets vom linken Rand, die jedoch nichtsdestotrotz auch mit unseren Steuergeldern zwecks Tonträger- und Magazinerwerbungen für die “Recherche” erstellt wurde. Es lebe die Dikatatur des Proletariats: Ich freu mich schon drauf.

np. Harmaa - Airut:Aamujen

Folie VerteMay 16, 2006 5:09 pm

Ausschlafen.
Sich überlegen, ob man in die Uni fährt oder zu Hause isst.
Lesen können was einem gefällt.
Mittagsschläfchen.
Wieder andere Dinge angehen können (Urlaub zum Beispiel).
Zeit haben zum einfach-nur-auf-dem-Sofa-sitzen.
Geile neue brudl Gute-Laune-Sommer-Slam-Mosh-Death Metal CDs hören.
Spaziergang machen.
Im Schlossgarten liegen.
Am Woldsee Bier trinken.
Studium fast geschafft.

Gutes Gefühl.

np. Mortal Decay - Sickening Erotic Fanaticism

Back in the woodsMay 10, 2006 7:57 am

Wir wussten es ja schon immer.
Grillmeister Friday, schmeissen sie den Kollegen an!

np. Ion Dissonance - Solace

Living in a farceMay 9, 2006 6:13 am

Wieder ein Artikel zur angestrengten (was auch sonst in diesem Land) Debatte über Schuluniformen oder lieber Schlabberlook. Ich denke eine nicht verpflichtende Regelung wäre sinnvoll, bei der jede Schule selbst entscheiden kann. Beispielhafte Projekte an Schulen, wo Eltern, Lehrer und Schüler(!) nahezu einvernehmlich die Einführung von Schulkleidung beschlossen, und die von positiven Efffekten wie Rückgang von Markenfetischismus, besserer Konzentration und sozialerem Schulklima berichten, sprechen dafür. Das sollte auch den Kuschel - Wuschlern zu denken geben, aus deren Ecke natürlich wieder der unsägliche Einwurf der “Vorbelastung” und “Nazimethoden” kommt… wie die Vorreiter zeigen hat neue Schulkleidung jedenfalls außer einem Einheitslook keinerlei militärische oder “Uniform” Anklänge, überdies wurden bei der Konzeption Wünsche der Schüler mit berücksichtigt.
Zu den Bedenken, Markenfetischismus würde sich auf außerhalb der Schule verlagern: ja, und? Kann sich die Schule um alles kümmern? Kinder wohnen nun mal nicht im luftleeren Raum, da sind die Eltern gefordert! Dafür können für den Bereich der Schule klare Ansagen gemacht werden.
Und was soll diese Forderung, man solle lieber darauf achten dass Schüler wieder “ordentlich gekleidet” (was auch immmer das sein soll) zur Schule kommen? Das wäre nun wirklich ein Rückschritt in die 50er, überhaupt liegt Ordentlichkeit auch im Auge des Betrachters, und: entweder totalen Freiraum lassen oder gar nicht, aber nicht solche dämlichen Zwischenräume.
Ich bin für legere einheitliche Schulkleidung, auch für Lehrer, dann hab ich selbst auch später weniger Probleme im Beruf und das lästige morgendliche “Was ziehe ich heute an?” wird für Schüler(innen) wie Lehrer auf wenige Wahlmöglichkeiten beschränkt.

np. Mother Depth - diverse

Edit: Zum Thema auch der positive Bericht hier.