Wieder ein Artikel zur angestrengten (was auch sonst in diesem Land) Debatte über Schuluniformen oder lieber Schlabberlook. Ich denke eine nicht verpflichtende Regelung wäre sinnvoll, bei der jede Schule selbst entscheiden kann. Beispielhafte Projekte an Schulen, wo Eltern, Lehrer und Schüler(!) nahezu einvernehmlich die Einführung von Schulkleidung beschlossen, und die von positiven Efffekten wie Rückgang von Markenfetischismus, besserer Konzentration und sozialerem Schulklima berichten, sprechen dafür. Das sollte auch den Kuschel - Wuschlern zu denken geben, aus deren Ecke natürlich wieder der unsägliche Einwurf der “Vorbelastung” und “Nazimethoden” kommt… wie die Vorreiter zeigen hat neue Schulkleidung jedenfalls außer einem Einheitslook keinerlei militärische oder “Uniform” Anklänge, überdies wurden bei der Konzeption Wünsche der Schüler mit berücksichtigt.
Zu den Bedenken, Markenfetischismus würde sich auf außerhalb der Schule verlagern: ja, und? Kann sich die Schule um alles kümmern? Kinder wohnen nun mal nicht im luftleeren Raum, da sind die Eltern gefordert! Dafür können für den Bereich der Schule klare Ansagen gemacht werden.
Und was soll diese Forderung, man solle lieber darauf achten dass Schüler wieder “ordentlich gekleidet” (was auch immmer das sein soll) zur Schule kommen? Das wäre nun wirklich ein Rückschritt in die 50er, überhaupt liegt Ordentlichkeit auch im Auge des Betrachters, und: entweder totalen Freiraum lassen oder gar nicht, aber nicht solche dämlichen Zwischenräume.
Ich bin für legere einheitliche Schulkleidung, auch für Lehrer, dann hab ich selbst auch später weniger Probleme im Beruf und das lästige morgendliche “Was ziehe ich heute an?” wird für Schüler(innen) wie Lehrer auf wenige Wahlmöglichkeiten beschränkt.

np. Mother Depth - diverse

Edit: Zum Thema auch der positive Bericht hier.