Nachdem in Deutschland erst in den letzten Monaten, ausgehend von aktuellen Buchveröffentlichungen deutscher Heimschüler (siehe u. a. hier), eine laue Diskussion über die Zustände in kirchlichen Heimen und Internaten ab den 50er Jahren aufgekommen sind, ist die kanadische Regierung mit ihrem Beschluss zu Entschädigungszahlungen an die indigenen Opfer da schon einen Schritt weiter. Während sich die Kirchen hier jedoch ungeheuerlicherweise mit der Anerkennung ihrer Schuld immer noch schwer tun, werden sie sich dort wohl den Beschlüssen fügen müssen.
Durch die gewalttätigen Umerziehungsversuche der Zivilisationsbringer in schwarzen Roben scheinen zudem viele aktuelle Probleme der First Nations hausgemacht… für deren Linderung müssen heute (jedenfalls wenn das Geld überhaupt bereit gestellt wird) teure Sozialprogramme auf die Beine gestellt werden. Die würde ich den Kirchen in Kanada anteilsweise zusätzlich in Rechnung stellen, den anderen Teil übernimmt ja der ebenfalls mitschuldige Staat. Trotzdem ist der Schritt dort einer in die richtige Richtung, während in der BRD die Opfer mit lächerlichen Beträgen oder sogar nur einer Entschuldigung abgespeist werden. Die Leute sollten nun die Konsequenzen ziehen und den christlichen Institutionen die Unterstützung endgültig entziehen.

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