Summoning - Oath Bound Cover

Hatten wir nicht letztens beim Noch-Irländer noch eine Kommentar”diskussion” über Musik und Tolkien/Fantasy? Nun denn, heute habe ich spontan die neue CD “Oath Bound” der österreichischen Tolkienverehrer Summoning erstanden. Fand ich die letzte bewusst wahrgenommene Veröffentlichung “Stronghold” nur noch durchwachsen, kommt die neue Scheibe zwar nicht an das (meiner Meinung nach) wegweisende und an epischer Düsternis von der Band nicht mehr übertroffene Meisterstück “Minas Morgul” heran, ist aber dafür besser als ihr bekanntestes Album “Dol Guldur”. Stilistisch sind sich beide Scheiben ähnlich, hier wie dort sind 8 Stücke vorhanden und auch das Cover und Layout knüpfen wieder an die alte Glanzzeit an. Aber auf “Oath Bound” wirkt alles irgendwie ausgereifter, perfekter, “authentischer” und atmosphärisch dichter als auf “Dol Guldur”. Sogar die Gitarre nimmt wieder eine eigenständigere Position ein als auf den vorhergegangenen Alben. Ist die Musik Summonings ja sowieso durch das Erschaffen von Stimmungen und inneren Bildern von Mittelerde und dem tragischen Wirken seiner Bewohner gekennzeichnet, vermag besonders das rhythmische, in der Sprache der Orks gesungene “Mirdautas Vras” tatsächlich marschierende Armeen von hunderten Orks heraufzubeschwören. Neben den ebenfalls tolkienverrückten Ainulindale genau das Richtige für verregnete norddeutsche Nachmittage.
Auch wenn ich solch düdelige Keyboardmucke heutzutage nicht mehr oft höre und mir der Tolkien Overkill im Zuge der Filme massiv auf die Nüsse geht: Ich bin äußerst positiv überrascht.

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PS. Ich sollte mir langsam wirklich einmal dieses oder jenes Buch zu Gemüte führen, plane ich schon seit Ewigkeiten…