Über Umwege und verspätet erreichte mich über einige andere Blogs dieses Thema, aber da komme ich als direkt Betroffener nun nicht drum herum. Wer so einen Schund in die Welt setzt und fordert stellt sich wieder mal selbst aufs Abstellgleis. In der Lehrerausbildung, das heißt den historischen Seminaren (zumindest hier in Oldenburg) als auch an ALLEN Schulen wird man mit dem Nationalsozialismus dermaßen zugeschissen dass es Schülern und Studenten einfach nur noch zum Halse raushängt. Folge: Desinteresse am Wesentlichen und (alterstypische) Faszination für die durch die “Beschäftigung” mit dem Holocaust tabuisierte 33-45er Zeitzone aus dem “falschen” Eck, nämlich dem rechtsextremen.
Der Zentralrat sollte lieber mal klare Statements zum israelischen “Vorgehen” im Gazastreifen abgeben anstatt derart weltfremden Unsinn in die Welt zu setzen. Da wird über die zu seltene Thematisierung der Nazizeit an Schulen und ein angeblich weit verbreitetes Unwissen der Lehrerschaft gemotzt, aber wie es an den Schulen und in den Köpfen wirklich aussieht, davon hat dieser manipulatorische Rentnerverein nicht die geringste Ahnung. Dabei forcieren neben den Lehrplänen auch die noch mit verklemmten 68ern zugepflasterten Kollegien die Übersättigung mit der Thematik an den Schulen. Sachlichkeit? Fehlanzeige. Im Unterricht wird im Grunde höchst emotional an die Sache rangegangen (na gut, viele Schüler erreicht man sonst auch nicht mehr als mit Bildern von KZ Leichenbergen). Aber zu emotional und ständig mit erhobenem Zeigefinger (wie bei unserem Lieblingsmahner G. Knopp, wann wird der endlich abgesetzt…). Andere Epochen werden oft nicht mal mehr angerissen. Traurig.

np. Subaudition - The Scope