Auf der (übrigens empfehlenswerten) geschichtswissenschaftlichen Informationsseite historicum.net findet sich seit kurzem eine nun online gestellte Magisterarbeit aus dem Jahr 1999 zum Thema “Der Werwolf. Ausgewählte Aspekte einer Figur der europäischen Mythengeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Tollwut”. Auch wenn ich sie noch nicht ganz lesen konnte scheinbar eine interessante und sehr solide Sache, unter anderem auch mit einem Kapitel zu Werwolfsvorstellungen und möglichen historischen Ursachen im germanischen Altertum.

Außerdem möchte ich nach meiner Rückkehr vom diesjährigen Party.San die Gelegenheit nutzen zu vermelden, wie sehr mich diese ganze 19. Jhdt Kitsch-Neuheiden-/NS-/Met-saufende Humppa-Trottel-Scheiße in der heutigen (Black) Metal Szene ankotzt. Hauptsache ein T-shirt an wo “Odin” und “Krieger” drauf steht und ein Riesen-Sumbelhorn mit Plörre drin in der Hand, das einer altgermanischen Großsippe zur Ehre gereichen würde… die Anzahl derartiger Zeitgenossen war wieder schier unglaublich. Wohl gemerkt, es ist die mit solcherart Auswüchsen einhergehende Oberflächlichkeit und teilweise Instrumentalisierung die mich stört, nicht pauschal eine musikalische Nutzung oder Inspiration dieses Themenkreises (was jedoch nur vergleichsweise wenigen Metal Bands mit Gewinn gelingt) oder gar eine “Trve Metal!” Ideologie.

Deshalb am besten gleich mal auflegen:
np. Wolves In The Throne Room - Diadem of 12 Stars