Und wieder einmal ein gutes Beispiel dafür, warum die Türkei nicht in die EU gehört. Vordergründig den kompromissbereiten säkulären Nachbarn spielen, der unbedingt mit ins (ohnehin schon überfüllte) europäische Boot muss, aber im Inneren sich um nichts kümmern: Menschenrechte, fortschreitende Islamisierung und Aushöhlung des laizistischen Staates und seiner Organe - alles scheißegal. Im Grunde warten Erdogan und co. nur auf den Tag an dem die EU-Millionen fließen werden. Ich habe allerdings keinen Bock mehr, mich von überbezahlten EU-Bonzen, scheinheiligen PC-Politikern und Wirtschaftslobbyisten verraten und verkaufen zu lassen, mit Volkssouveränität hat das Ganze jedenfalls schon lange nichts mehr zu tun. Wer die EU nicht nur als aufgeblasenen neoliberalen Wirtschaftskoloss mit immer absurderer Bürokratie, sondern in gewisser Hinsicht (auch) als kulturellen Verbund vor historisch-politischem Hintergrund begreift, muss sich gegen einen “richtigen” Beitritt der Türkei zur EU stemmen - vielleicht einer der wenigen Hoffnungsschimmer bei der aktuellen Regierung Merkel.

np. Test Dept. - Materia Prima