Back in the woodsOctober 31, 2006 10:59 am

Um sich von unschönen profanen Dingen wie Geldmangel, (hoffentlich) temporärer Arbeitslosigkeit oder unausgeglichenen Verlierern in öffentlichen Verkehrmitteln abzulenken gibt es hier mal wieder was zur geistigen, visuellen und spirituellen Erbauung, nämlich den neuen Negura Bunget Videoclip “Cunoasterea Tacuta” vom aktuellen Album “OM“.


Genau das Richtige für die beginnende Zeit der Stürme, der Innerlichkeit bei den Menschen wie auch in der Natur und der Ahnenehrung. Heute Nacht wurde denn auch der erste Herbststurm vernommen…

np. Agalloch - The Mantle

Folie VerteOctober 29, 2006 6:21 pm

(Achtung, dieser Beitrag enthält Schleichwerbung!)
Nach einem wieder einmal äußerst stressigen Deutsche Bahn-Marathon vom spätherbstlich-warmen Trier nach Hause stand gestern gleich wieder ein Highlight auf dem Plan: Zusammen mit dem Hatebreeder und der Kleinen ging es nach Bremen zum “Whisky-Weekend 2006″. Abgesehen vom Wermutstropfen des völlig ungerechtfertigt versnobten Auftretens einiger Messeteilnehmer und Aussteller konnten wir in gediegener Atmosphäre uns die Birne wegschädeln Whiskeys aus Schottland, Islay, Irland und Schweden verkosten und neue und interessante Geschmackseindrücke sammeln, die zumindest mich doch sehr positiv überrascht haben, hat mich doch der Hatebreeder erst vor kurzem für das Phänomen Whisky gewonnen (ich sag nur der legendäre Whiskyabend… und wieder haben wir den Snus vergessen…). Eindeutiger Favorit war dabei der großartige “Hedonism” von “Compass Box” *klugscheiss*. Interessant am Ende auch das Tasting der schwedischen Destillerie “Mackmyra” mit unserer schwedischen Mentorin Angela… *schwärm* ;-) Sobald ich das nötige Kleingeld habe gibt es ein eigenes Fässchen… Hoshi, wär auch was für dich!

Da ganztägig ordentlich Alkohol in der Blutbahn nicht einfach so schnell ersatzlos abgesetzt werden darf wurde der Tag/der Abend/die Nacht/die wasauchimmer schließlich auf der schrecklichsten, kommerziellsten, debilsten und dorftrotteligsten Uniparty meines Lebens beschlossen. Schätze 3/4 der Anwesenden konnten das Wort “Hochschule” nicht mal schreiben, und “Ü30″ Tanzflächen auf einer Uniparty… ja, nee, is klar. FFN, fuck off!!!! Nur noch mehr Alkohol machte die Szenerie erträglich… da viel dann der letztendliche Absacker im Ama, der obligatorische (diesmal nur “halbe”, da ohne Currywurst) “Heiermann” bei Heiermann sowie die Beinahe-Messerstecherei mit Jugendlichen mit neudeutsch “Migrationshintergrund” auch nicht mehr wirklich ins Gewicht.
Zum Wohle!

np. “Wir rufen deine Wölfe” Compilation

Living in a farceOctober 25, 2006 6:29 pm

Heute Mittag am Hannoveraner Hauptbahnhof. Weil ich in einem großen Zeitschriftenladen im außerordentlich gut sortierten Zeitungsteil (alle möglichen Tages- und Wochenzeitungen inkl. amtlichem internationalen Angebot) die “Junge Freiheit” nicht finden konnte, fragte ich am Verkaufstresen nach. Prompt die Bedienung hinter die Theke gegriffen und mir ein Exemplar ausgehändigt. Auf meine Frage, ob die JF denn auch offen ausliegen würde (ich sie quasi nur übersehen hätte) oder die nur unterm Tresen verkauft werden würde (also auf Nachfrage), kam die Antwort: “Nur unterm Tresen, das können die Händler sich selbst aussuchen.”
Wenn schon die JF verkaufen, dann auch dazu stehen (und gegebenenfalls gegen Antifaübergriffe versichern…). Soviel zur Meinungsfreiheit und demokratischer Kultur in Deutschland anno 2006.

Living in a farceOctober 19, 2006 1:48 pm

(Achtung, ein wenig POLEmik!)
Ausgerechnet die Polen machen jetzt einen auf dicken Grenzschützer und gewissenhaften Zöllner, äh… Steuerkontrolleur. *lol*
Scherz beiseite, einige sind anscheinend noch nicht ganz in Europa angekommen.

“Die Besatzung sei aufgefordert worden, die Spirituosenbestände an Bord zusammenzustellen - sie sollten im polnischen Swinemünde “konfisziert” werden, schildert die Reederei die Geschehnisse gegenüber SPIEGEL ONLINE. (…)
Der Besatzung des Schiffes seien von den Zivilbeamten lediglich in polnischer Sprache ausgestellte Ausweise gezeigt worden - kein internationaler Ausweis, kein Durchsuchungsbefehl.”

Liest man den ganzen Artikel, sind das für mich erpresserische, unprofessionelle und einfach dreiste Methoden. Wohl zuviel Seeräuberfilme geguckt die Jungs.
Und vor einiger Zeit:

“Vor zehn Tagen habe sich der Vorfall wiederholt. Dieses Mal seien 380.000 Zigaretten in Swinemünde beschlagnahmt worden - von nicht uniformierten Zöllnern seien die Zigaretten mit polnischer Steuerbanderole in Privatwagen abtransportiert worden. Es sei lediglich mündlich vorgeworfen worden, dass die polnischen Zigaretten zu einem höheren Preis verkauft wurden, wodurch dem polnischen Staat ein Schaden entstanden sei.”

Tja, Zigaretten in den polnischen Kleinwagen mit deutscher Herkunft und ab durch die Mitte. Warum die Zollbeamten wohl keine Uniformen trugen…???
Aber nach den Tiraden aus der polnischen Politik in der letzten Zeit sowie der ganzen von deren Seite künstlich-selbstherrlich aufgebauschten Vertriebenendebatte, und hier speziell dem Verhalten der polnischen Küstenwache, wundert mich das bei den (Kartoffel-)Brüdern irgendwie immer weniger. EU-interne Beziehungspflege sollte anders aussehen.

np. Eluveitie - Spirit

Back in the woodsOctober 16, 2006 4:27 pm

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Eduard Mörike

Ist zwar Oktober, passte heute aber trotzdem. Irgendwie will hier dieses Jahr der Altweibersommer nicht vergehen…

np. Verdandi - North Country

Back in the woodsOctober 13, 2006 10:10 am

Erst in Fulda und nun auch in Bremen zu sehen: ein Musical über Leben und Wirken des “Apostels der Deutschen”. Nun ja… wenn man sich so die inhaltliche Zusammenfassung des Stücks anguckt orientierte man sich bei der Inszenierung doch recht frei an historischen Fakten, gar nicht zu reden von einer, wohl nicht anders zu erwartenden unkritischen und verherrlichenden Darstellung der Titelfigur. Unfassbar gelungen auch die völlig klischeefreie Inszenierung der zu bekehrenden Heiden:

“Die Idylle wird jedoch jäh von den “Heerscharen des Odin” unterbrochen, die tosend an der Schänke vorbeiziehen. Luidger klärt die Anwesenden über diese mordenden und brandschatzenden Männer auf, die unter der Führung des friesischen Herzogs Radbod stehen. Radbod und seine Gefolgsleute sind auf dem Weg zu einem ihnen heiligen Ort, an dem sie der heidnischen Donar- Eiche huldigen wollen.”

Ob man damals wirklich einer Eiche oder nicht doch eher der durch sie symbolisierten Gottheit “gehuldigt” hat? So stellen sich Drehbuchautoren also “Götzendienst” vor…
Zwar wird versucht, durch die Einbeziehung des “bösen” christlichen Gegenspielers Bischof Gewilip und den beginnenden Selbstzweifeln des Hauptprotagonisten einer Eindimensionalität der Figur entgegen zu wirken:

“Am nahe gelegenen Fluss Fulda tauft er die Heiden, die ihren Göttern abschwören sollen. Doch die Taufe wird von einer Mutter gestört. Sie wirft der christlichen Kirche vor, sich am Volk zu bereichern und es zu unterdrücken. Im Besonderen meint sie damit Bischof Gewilip von Mainz, der ihren Mann auf dem Gewissen hat. Dieser hat sich zu Tode geschunden, um die Steuern für den Kirchenmann aufbringen zu können. Bonifatius ist entsetzt. Er erkennt, dass die Heiden sich nicht aus Glauben und Überzeugung haben taufen lassen, sondern aus Angst und Einschüchterung. Er beginnt, den Weg und die Art seiner Missionierung in Zweifel zu ziehen.”

Das ist ja schon fast eine bedeutende Leistung zu nennen, sowas öffentlich darzulegen, auch wenn es ebenfalls nur wieder nur ein Bekehrungsgrund unter vielen gewesen sein mag. Aber tiefergehende Motivforschung auf Seiten der Heiden sollte man von einem Musical auch nicht erwarten.
Nach Radbods Mord an Bonifatius geht die schwülstige Geschichte so zu Ende:

“Noch einmal stellt sich Bonifatius den Fragen seines Lebens und dessen Sinn. Er zieht das Fazit, dass die besondere Fähigkeit des Menschen darin besteht, an das Gute und an sich selbst glauben zu können.”

Applaus! Tolle Küchenweisheit. Was das Ganze mit dem Tod des Missionars und seiner Lebensaufgabe zu tun hat bleibt schleierhaft. Ebenfalls, wo das propagierte Christentum dabei helfen kann, “an sich selbst zu glauben”. Aber, fairerweise, ich habe das Stück nicht selbst gesehen.
Mein Fazit: Laue Story, laue Propaganda, gewürzt mit einer Verschwörungsgeschichte zwischen Radbod und dem Bischof sowie natürlich einer Liebesbeziehung.
Und so ein “Bonifatius” Merchandise-T-shirt brauche ich auch unbedingt noch.

np. Bolt Thrower - Those once loyal

Back in the woodsOctober 7, 2006 4:43 pm

Warum allein die Mythen richtig sind? Darum!
Via Eldaring-Forum.

np. Tribe of Circle - Children of a weakened God

Folie Verte 3:20 pm

Diesen Button:


Hier natürlich nur aus Provokationsgründen zu finden. ;-)
Gefunden bei diesen Debilen:

np. Dernière Volonté - Le Feu Sacré

HatefuelOctober 3, 2006 11:02 am

So wird 16 Jahre nach dem Ende der DDR weiterhin die Erinnerung an die zwei Diktaturen auf deutschem Boden gemessen. Während von Medien und Politikern ständig eine äußerst einseitige, weil fast ausschließlich “nazilastige” “Erinnerungskultur” bis hin zur Hysterie propagiert und gepflegt wird, interessiert sich für öffentliche ideologische Relikte und Propaganda der sozialistisch-kommunistischen Diktatur fast keine Sau. Wie groß wäre der Aufschrei der “Anständigen”, wenn irgendwo noch eine “Führer-Allee” oder eine “Straße des 30. Januar” gesichtet werden würde? Aber ich rege mich schon wieder auf…
Ach ja, heute ist ja auch “Tag der deutschen Einheit”, wie passend.

“Wer den Zeitgeist heiratet, wird bald Witwer sein.” (August Everding)

np. Agalloch - Of Stone, Wind and Pillor