Folie VerteNovember 25, 2006 8:59 am

“…auf Grund ihrer Bewerbung ist beabsichtigt, Sie zum 1. Februar 2007 in den Vorbereitungsdienst am Staatlichen Studienseminar an Grund- und Hauptschulen, (…) Trier, (…) einzustellen.”

Jetzt fehlt nur noch die passende Schule.

np. Agalloch - Ashes against the Grain

Folie VerteNovember 23, 2006 5:41 pm

…immer die Fee ich schau. Uaarggh, das musste sein. Ausgelöst durch die Fee bleue des Wilderers bin ich schon seit Tagen wieder am Lechzen nach dem guten Stoff, doch leider ist keiner mehr da… :-(
Habe nun beim langjährigen Händler meines Vertrauens ein Auge auf diesen edlen Tropfen geworfen, möchte mal wieder einen Absinth mit mehr Anis ausprobieren. Hoffentlich reichen nächsten Monat die Finanzen, dann wird es auch wieder was mit der Fee. *sabber*

“I am the green fairy,
my robe is the color of despair.
I have nothing in common with the fairies of the past.
What I need is blood, red and hot,
the palpitating flesh of my victims.
Alone, I will kill France, the present is dead, long live the future…
But me, I kill the future and in family I destroy
the love of country, courage, honor.
I am the purveyor of hell, penitentiaries, hospitals.
Who am I finally? I am the instigator of crime,
I am ruin and sorrow,
I am shame,
I am dishonor,
I am death,
I am Absinthe.”

Anonymer Autor, um 1906

np. Paysage d`Hiver - Steineiche

Living in a farce 10:01 am

…die Wildnis die sich ihren Teil zurück holt…
…die Gleise, über die Ronette Pulaski ihrem Peiniger entkommt…
…die Bagdadbahn…
…der Waggon einer unzeitgemäßen Weltanschauung auf dem Abstellgleis der Postmoderne, gelegen im Wald
…die Karpatenbahn, beladen mit Holzfällern, Holz und Negura Bunget…
…verrostete Wegweiser nach Norden…

Oder einfach nur mangels ausreichenden HTML-Kenntnissen die passendste Alternative aus der Headerauswahl von Wordpress.

np. Revenge - Victory.Intolerance.Mastery

Musick and sonic landscapes 9:14 am

…an diesem trüben norddeutschen Regentag: Skyforger, Folk/Pagan Metal (wie ausgelutscht dieser Begriff ist…) aus Lettland. Und jetzt erstmal einen starken Kaffee…


Folie VerteNovember 18, 2006 2:19 pm

Da dieses Jahr durch bevorstehenden Umzug und Geldmangel keine weite Reise drin ist geht es dieses Jahresende hier hin:

 Neofolk Silvester Banner

Living in a farce 1:52 pm

Die EU setzt dagegen. Wenigstens mal etwas. Kohle- und industriefreundliche Politik ist nicht mehr hinzunehmen.

“Der EU-Widerstand gefährdet das Inkrafttreten des erweiterten Emissionshandels ab 2008 - und damit das Erreichen des in Nairobi beschworenen Klimaziele nach dem Kyoto-Protokoll”.

Wieso?

np. Das gleich wie gerade…

Folie Verte 1:42 pm

Passend zum morgigen Volkstrauertag beweist ein bisher verschollenes Fotodokument die damalige überragende technische Ausrüstung unserer Soldaten im Kampf gegen den Bolschewismus und für das 1000jährige Reich. Leider blieb die sich als zu schwer und unbeweglich herausstellende Wunderwaffe im Schneematsch vor Stalingrad stecken - daher muss entgegen des beiliegenden Infotextes das Foto auch auf die Zeit vor Anfang 1943, dem Ende der Schlacht, vordatiert werden - und inspirierte als schrottiges Wrack im Straßengraben bei Wolgograd erst später den umherreisenden, bis dahin unbekannten, jedoch idealistischen Nachwuchsregisseur George Lucas zur Kreation einer fiktionalen außerirdischen Waffengattung.

Via Cynx.

np. Negura Bunget - N`Crugu Bradului

Living in a farceNovember 8, 2006 5:25 pm

Oh, was für eine Überraschung. Aber auf mich hört ja niemand.

np. Borknagar - s/t

Hatefuel 5:14 pm

Unfassbar, wo man heutzutage lebt. Da hält einer wochenlang ein Mädchen gefangen, vergewaltigt es dutzendfach und kann dann mal eben beim Hofgang aufs Gefängnisdach klettern und sich selbst darstellen, wo man über seine Gesundheit jedoch sehr besorgt ist:

“Im Moment gibt es laut Polizei keine andere Möglichkeit, als zu versuchen, M. über Gespräche zum Einlenken zu bewegen. Alle anderen Strategien würden unweigerlich die Gesundheit des 36-Jährigen gefährden, der sich zurzeit unter anderem wegen dutzendfacher Vergewaltigung und Entführung der Dresdner Schülerin Stephanie verantworten muss. “Auch wenn es fast unerträglich ist - Mario M. hat ein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit”, sagte Polizeisprecher Thomas Herbst SPIEGEL ONLINE.”

Wieder einmal ist der Täter wichtiger als das Opfer und auf ihn wird mehr Rücksicht genommen… warum kann man den nicht mit einem gezielten Schuss außer Gefecht setzen? Spezialeinheiten, wo seid ihr? Oder man lässt ihn einfach in Ruhe. Keine Aufmerksamkeit auf ihn lenken, das will er doch gerade. Einfach bei der Kälte da oben lassen bis er entweder von selbst runterkommt oder runterspringt, wäre auch kein Verlust.
Wenn das so weiter geht haben wir hier bald belgische Verhältnisse im Justizsystem.
Und ja, ich bin ein wenig sauer. In diesem Zusammenhang kann man auch einmal auf diesen interessanten Artikel des Wilderers hinweisen (hoffe er hat nichts dagegen).

np. Elend - Winds Devouring Men

Living in a farceNovember 6, 2006 12:04 pm

Heute im Feuilleton der Frankfurter Rundschau: Klaus Nauman über den “Weg des “kleinen Kriegs” an die Heimatfront”:

“Der “kleine Krieg” hat längst seinen Weg an die Heimatfront gefunden und ist in der Ausdrucksform eines “banal militarism” in die öffentliche Kleiderordnung eingezogen. Kleider machen natürlich nicht in dem Sinne Leute, dass die Träger von Kampfanzügen und Camouflage-Westen unmittelbar auf den Kriegspfad gehen. Gleichwohl lassen sich an den ausfransenden Rändern des modischen “battle dress’” jene teils ironische, teils naive, teils spielerische Grenzverwischungen beobachten, an deren anderem Ende die khakitragenden Amateurfotografen von Kabul stehen.

Das Beunruhigende besteht nicht zuletzt darin, dass die Stimmungslage im Lande ihr Pendant am Einsatzort zu finden scheint - in einer Gemengelage aus Langeweile, Dienstroutinen, Stagnation und Dauerbedrohung. Vielleicht ist die Einsatzvorbereitung durchaus zureichend, aber das gesellschaftliche Hintergrundgeräusch erzeugt eine eigene Melodie, in deren Refrain durchaus das Wort Verrohung durchklingt.”

Aha. Da hat wohl einer Angst vor einer “Re-Militarisierung” der Gesellschaft wie damals in Preußen. Gleichwohl sehe ich nicht ein warum ich mich der Verrohung bezichtigen lassen muss, weil ich ab und zu eine Tarnhose trage, noch, warum ich und “einige” andere als Mitglieder einer Subkultur dafür herhalten müssen, ein bedenkliches gesamtgesellschaftliches Klima zu erzeugen und dass am Ende deutsche Soldaten im Ausland mit Totenschädeln Unfug treiben. OK, Camouflagemuster sind zur Zeit auch bei H&M groß in Mode aber mal ehrlich, das sieht doch weder gefährlich noch militaristisch aus.

“Damit ist die Skandalbühne zum Stück “Totenkopf-Fotos” offen, und wir können uns der sekundären Beobachtung zuwenden. Statt die Komplexität der ineinander greifenden Probleme zu bündeln und zuzuspitzen, ergeht sich die Skandalmaschine in einem Wechselspiel von Auf- und Abregungen. Wem an Dramatisierung gelegen ist, der hält sich an die pars-pro-toto-Regel, dass sich hier wieder einmal das Truppentypische langjähriger Fehlentwicklungen zeige (”So sind sie in Wirklichkeit”), die mit den Stationen Coesfeld, Güntzel oder Hammelburg benannt werden können.”

Wohl noch nie was von Psychologie des Krieges gehört? Genuin deutsch oder bundeswehrig (jaja, ganz im Geiste der Wehrmacht natürlich) ist das nun wirklich nicht, siehe Abu Dingsbums.

“Und wer es ganz radikal meint, plädiert umgehend für den Rückzug aus den Einsatzgebieten (Denn: “So was kommt davon”).”

Sowas kommt zwar nicht davon, aber trotzdem: Raus da, aber ganz schnell!

“Zunächst ist die Rede vom “Archaischen”, das sich im beschwörenden Hantieren mit Knochen und Totenköpfen Bahn breche. Dem Argument muss man sich nicht verschließen - solange es sich nicht mit fragwürdigen Folgerungen verbindet und die in Apologetik vermeintlicher Verblüffungsresistenz umkippt. “Ankunft in der Wirklichkeit” lautet denn auch die Lieblingsformulierung dieser Richtung, und damit soll offenbar gesagt werden, dass Kriege nun einmal “so” seien oder Krieger sich eben “so” verhielten.”

Das ist schon ganz richtig erfasst. Willkommen in der Wirklichkeit. Fragt sich was daran fragwürdig ist?

“Verspielt werden zweierlei Tagesforderungen. Zum einen die Bekräftigung der aufgeklärten Illusion, auf der unsere Zivilisation beruht und an der wir - wie beim Strafrecht - festhalten, auch wenn der Regelverstöße kein Ende ist. Gerade weil sich das Gewalthandeln, wie Hannah Arendt betonte, immer wieder der Zweck-Mittel-Rationalität zu entziehen droht, braucht es nicht nur Vorkehrungen gegen den Krieg, sondern auch hegender Regeln im Krieg und für seine Betreiber. Darüber nachzudenken wie eine entsprechende Normenbekräftigung aussehen könnte, und dies im Kontext ebenso sicherheitspolitischer wie gesellschaftspolitischer Bezüge zu tun, dazu bieten die Totenkopf-Fotos einen lohnenden Anlass.”

Genau, Illusion. Man kann natürlich versuchen, durch die “Bekräftigung entsprechender Normen” solchen Handlungen entgegen zu wirken oder die Dienstaufsicht zu verstärken. Versuchen, ja… ob das von einer orientierungslos-debilen Politik und sesselpupenden Gutmenschen im Bundestag in erbarmungslose Krisenherde geschickten deutschen oder allen anderen Soldaten im Psychostress des Krieges irgendetwas nutzt oder anderes Verhalten hervorbringt darf bezweifelt werden. Nichts gegen Moralkodices im Kriege (hatten wir alles schon mal) und Kriegs-/Völkerrecht (Genfer Konvention), mir geht bloß diese verlogene Diskussion total gegen des Strich.

np. Mari Boine - Bálvvoslatjna/Room of Worship