Unfassbar, wo man heutzutage lebt. Da hält einer wochenlang ein Mädchen gefangen, vergewaltigt es dutzendfach und kann dann mal eben beim Hofgang aufs Gefängnisdach klettern und sich selbst darstellen, wo man über seine Gesundheit jedoch sehr besorgt ist:
“Im Moment gibt es laut Polizei keine andere Möglichkeit, als zu versuchen, M. über Gespräche zum Einlenken zu bewegen. Alle anderen Strategien würden unweigerlich die Gesundheit des 36-Jährigen gefährden, der sich zurzeit unter anderem wegen dutzendfacher Vergewaltigung und Entführung der Dresdner Schülerin Stephanie verantworten muss. “Auch wenn es fast unerträglich ist - Mario M. hat ein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit”, sagte Polizeisprecher Thomas Herbst SPIEGEL ONLINE.”
Wieder einmal ist der Täter wichtiger als das Opfer und auf ihn wird mehr Rücksicht genommen… warum kann man den nicht mit einem gezielten Schuss außer Gefecht setzen? Spezialeinheiten, wo seid ihr? Oder man lässt ihn einfach in Ruhe. Keine Aufmerksamkeit auf ihn lenken, das will er doch gerade. Einfach bei der Kälte da oben lassen bis er entweder von selbst runterkommt oder runterspringt, wäre auch kein Verlust.
Wenn das so weiter geht haben wir hier bald belgische Verhältnisse im Justizsystem.
Und ja, ich bin ein wenig sauer. In diesem Zusammenhang kann man auch einmal auf diesen interessanten Artikel des Wilderers hinweisen (hoffe er hat nichts dagegen).
np. Elend - Winds Devouring Men

O Mann, der ist aber u r a l t. Interessanterweise kam er zustande, nachdem am Radio irgend ein Integrationsbeauftragter versuchte, das Phänomen der Blutrache unter Kosovo-Albanern zu erklären, was ich äusserst interessant fand….
Comment by Der Wilderer — November 8, 2006 @ 8:41 pm
Ich finde den Aufsatz schon sehr anregend zum Nachdenken. Kannte ihn halt schon lange und musste daran denken als ich besagten SPON Artikel gelesen habe.
Comment by Wichtelmeister — November 9, 2006 @ 8:41 am
Ich hab mal auf ‘ner Bergtour eine Gruppe schwererziehbarer Jugendlicher aus Deutschland getroffen. Die machten mit drei oder vier Sozpäds einen Ausflug auf den Basódino und vermiesten mit ihrem sexistischen Gehabe den Berggängern den Abend in der Hütte. Ich fragte mich, warum man diese schöne Tour nicht mit den Jugendlichen machten, die von den Schlägertypen fertig gemacht worden waren. Für die ist dann meist kein Geld übrig, die müssen selber schauen. Das ist nicht recht. Den Grundgedanken des Artikels würde ich so deshalb auch heute noch vertreten.
Grüsse aus dem Nebel
Wilderer
Comment by Der Wilderer — November 9, 2006 @ 9:04 am
OK, dann lass ich den Link mal trotz des Alters drin
Mir ging es ja auch primär um diese Diskrepanz in der Priorität Täter - Opfer die der Artikel sehr schön zum Ausdruck bringt (und mit eigenen Überlegungen zu historischen Verhältnissen “würzt”).
Comment by Wichtelmeister — November 9, 2006 @ 9:16 am