Als ich heute am frühen Vormittag noch einmal gen Norden heim fahre, liegt streckenweise dichter Nebel in den Tälern der Südeifel. Sólstafir geben den passenden Soundtrack. Es ist noch nebliger geworden und nieselt leicht als ich schließlich von der A1 abbiege und kurz darauf in Nettersheim unterhalb des Hügels mit dem Matronenheiligtum “Görresburg” halte. Ich mache mich auf den Weg… Im Matsch des kleinen Fußweges finden sich einige recht frische Fußspuren, anscheinend ist es nicht ungewöhnlich, dass es zu dieser Zeit Menschen hier herauf zieht. Endlich tauchen die Reste des alten Tempelbezirks aus dem Nebel auf… Schade um die witterungsbedingt nicht vorhandene Aussicht, die im Sommer bestimmt sehr schön ist.


Die Repliken der drei Weihesteine für die Matronen sind erst vor Kurzem mit Blumen und Kerzen geschmückt worden und mit Opfergaben wie Früchten, Münzen, herbstlich-winterlichen Gedecken und sogar einem Schokoladen-Weihnachtsmann versehen. Eine festliche aber auch etwas gespenstische Atmosphäre liegt über dem Ort, trotz der von Ferne erklingenden Kinderrufe. Ein improvisiertes Blot zur “Mütternacht”, da ich erst auf der Hinfahrt bemerkt habe, dass diese Stätte quasi “auf dem Weg” liegt: Nüsse, eine Orange, Wintertee. Anschließend schaue ich mich noch ein wenig um, finde Müll und einen offenbar rege genutzten “Rastplatz”.
Auf dem Rückweg entgehe ich allen Staus obwohl auf den Autobahnen des Ruhrgebiets und der A1 die Hölle los ist. ;-)

np. Eismalsott - Best before: Spring 7″