Back in the woodsJune 24, 2007 6:29 pm

zum Chilianbau: Leider nur eine kleine Habaneroschote bis jetzt, irgendwie überdauern die Blüten nicht so lange, dass ich sie gegenseitig bestäuben kann.


Besser sieht es bei den Jalapenos aus:

Da kommen bereits zehn Stück bis jetzt. Bei beiden Sorten werden allerdings die Pflanzen immer kaputter, liegt vielleicht an der intensiven Sonneneinstrahlung der letzten Wochen. Die Saat vom letzten Jahr hat es überhaupt nicht zu gesunden Pflanzen geschafft. :-(
Und unsere nützliche lästige kleine Freundin, die Blattlaus, hat auch schon ihren Teil geholt. Merke: Hier gedeihen zwar Trauben, richtiges Männergrünzeug hat es aber schwer.
Außerdem war es ein sehr schönes und recht intensives Mittsommerblot gestern an imposanter Stelle. Und für mich ein Novum, da es mein erstes “Gemeinschaftsblot” war. Dafür an dieser Stelle danke an alle Beteiligten. Leider habe ich die Gelegenheit versäumt, gewisse Kräfte um gutes Pflanzenwachstum anzurufen…

Living in a farceJune 21, 2007 10:39 pm

Das ist so geil, das muss ich einfach ebenfalls bringen. Ein schwedischer Metaller erhält staatliche Unterstützung aufgrund von Berufsunfähigkeit angesichts seiner schwermetallischen Musikbegeisterung. Das gibts echt nur in Schweden. Möchte ich hier aber auch haben. “Ne, kann die letzte Schulwoche nicht unterrichten, muss leider aufs Obscene Extreme Festival.” Scheiße.
Via Cynx et al.

Back in the woodsJune 20, 2007 2:22 pm

Paysage d`Hiver schockfrosten mein Hirn an diesem schönen beschissen schwülen Sommertag. Einer von Unzähligen… Wird auch nicht besser die Hitze hier, seit Wochen geht das so. *grmpf* Da kann man ja nur von verschneiten Bergen träumen. Hauptsache, das Wetter spielt Samstag einigermaßen mit.

Folie VerteJune 15, 2007 6:24 pm

Anonym

Merseburger Zaubersprüche

I
Eiris sazun idisi, sazun hera duoder.
suma hapt heptidun, suma heri lezidun,
suma clubodun umbi cuoniowidi:
insprinc haptbandun, invar vigandun.

II
Phol ende Wuodan vuorun zi holza.
du wart demo Balderes volon sin vuoz birenkit.
thu biguol en Sin gunt, Sunna era swister;
thu biguol en Friia, Volla era swister;
thu biguol en Wuodan, so he wola conda:
sose benrenki, sose bluotrenki, sose lidirenki:
ben zi bena, bluot zi bluoda,
lid zi geliden, sose gelimida sin.

I
Einmal setzten sich Frauen, saßen hier, saßen dort.
Einige hefteten Fesseln fest, einige hielten das Heer auf,
einige griffen an die starken Stricke:
“Entspring den Fesseln, entkomm den Feinden!”

II
Vol und Wodan ritten in den Wald.
Da wurde dem Fohlen von Balder der Lauf verrenkt.
Da besprach ihn Sinthgunt, [und] Sonne, ihre Schwester;
da besprach ihn Freia, [und] Volla, ihre Schwester;
da besprach ihn Wodan, wie er es vollendet konnte:
“Wie die Knochenheilung, so die Blutheilung, so die Gliederheilung:
Knochen zu Knochen, Blut zu Blut,
Glied zu Gliedern, als ob sie aneinander geleimt seien!”

schrieb Lyrikmail gestern.

Wie von Wodan geleimt passte heute auch alles in meiner ersten unbenoteten Lehrprobe. Eigentlich gab es überhaupt keine Kritik… einerseits super dass die Stunde trotz schwieriger Ausgangsbedingungen fast perfekt lief, andererseits ein Problem, denn das muss ich nun beim nächsten Mal noch toppen.
Wie dem auch sei, nun ist der arbeitsintensive Teil des ersten Referendariatsdrittels auch schon vorbei. Scheiße, denn die anderen beiden Drittel werden noch arbeitsintensiver.
Heute mach ich zur Entspannung erstmal einen Weizenbier - Contest: Hab mir sechs verschiedene Sorten gekauft und werde die gleich mal anfangen zu prüfen. Vielleicht kann der Staatsfeind als Weizenliebhaber ja virtuell am Test teilnehmen.

HatefuelJune 11, 2007 9:51 am

… nährt sich aus einem vagen Schuldgefühl gegenüber der Dritten Welt. Die absurde Grundannahme dafür ist: Uns geht es gut, weil es euch schlecht geht. Dabei ist das der pure Nonsens. Der Ersten Welt geht es gut, weil sie eine freie Marktwirtschaft betreibt, deren politische Grundlage eine funktionierende Demokratie bildet. …

Die afrikanischen Länder sind die korruptesten und undemokratischsten Länder der Erde. Einträgliche Geschäfte, wie Bergbau oder Telefongesellschaften, sind verstaatlicht, Grund und Boden nur selten privatisiert. Darum sind die Afrikaner arm. Und die Entwicklungshilfe hilft, dass das so bleibt. Sie ist im Kern eine Planwirtschaft, wenn auch eine chaotische. Das ist tragisch für Afrika, aber lohnenswert für die Entwicklungshilfe. Ihre Geschäftsgrundlage bleibt so nämlich erhalten: das Elend in Afrika.

Schön dass es mal jemand ausspricht, auch wenn es aktionistischen Kapitalismusgegnern nicht passt, auch wenn Kapitalismus und Globalisierung offensichtliche Mängel aufweisen. Ich kann diese philantropischen und publicitygeilen Popstar-Weltverbesserer mit ihren millionenverschlingenden Konzerttourneen und stromfressenden Eventshows nicht mehr sehen.

Living in a farceJune 10, 2007 7:49 pm

Drittes Gewitter in drei Tagen. Der Donnerer hat ordentlich zu tun, mit dem Malmer die Riesen zu jagen. Imposant was da abgeht… Hier in der Region gab es wohl auch Zerstörungen durch die Unwetter. Allerdings, Auswirkungen auf die Temperatur hat das leider nicht allzusehr. Und daher sitze ich hier weiterhin bei schwülem Wetter in meiner stickigen Wohnung und hab einfach keine Motivation, mich an meinen Unterrichtsentwurf zu setzen… das Death Feast auch verpasst… lockt nur noch das kommende Wochenende, dann ist größtenteils alles vorbei und ich habe Zeit mal wieder AUSZUSCHLAFEN!

Folie VerteJune 8, 2007 6:08 am

Stammbuchvers, der, von links nach rechts und von oben nach
unten gelesen, entgegengesetzte Rathschläge giebt

Habe nur deine Lust - mein Freund, an seltnen Gaben
An eines Mädchens Brust - kannst du dich schwerlich laben.
Der hat sich wohl gesellt - wer Kunst und Weisheit liebt,
Der sich zu Mädchen hält - der ist nur stets betrübt.
Das ist vortrefflich schön - bei seinen Büchern sitzen
Den Jungfern nachzusehn - wird dir sehr wenig nützen.
Drum rath ich dir allein - die Künste fortzutreiben
Bei Schönen nur zu sein - das, rath ich dir, laß bleiben.

Joseph von Eichendorff (1788-1857)

Ach, da ist (je nachdem) was Wahres dran, nicht Hatebreeder, Hoshi, Kleine? (Für letztere gilt das andere Geschlecht ;-) ) Hätte momentan auch eher Bock auf andere, äh… Sachen als Schulbücher…

Mal wieder via Lyrikmail.

np. Backworld - Anthems from the Pleasure Park

HatefuelJune 3, 2007 9:34 am

Ich halte es zwar für naiv “gegen die Globalisierung” zu “demonstrieren”, legitim ist es allemal. Was sich gestern jedoch in Rostock ereignet hat, habe ich als Nachgeborener der Studentenrevolte von 68 noch nicht in Deutschland erlebt. Da unterwandern(!?) autonome Schlägertrupps die Demonstration und die Protestzüge (die übrigens weit weniger Teilnehmer hatten als von den Veranstaltern erhofft) und verletzen über 400 Polizisten teils schwer, u. a. mit in Einkaufswagen bereitgestellten Pflastersteinen. Und was sagen die Veranstalter? Die Polizei hätte nicht deeskalierend gewirkt, sondern provoziert, Schuld hätten nicht deutsche, sondern zugereiste autonome Gruppen, überhaupt war die ganze Veranstaltung ja überwiegend friedlich. So friedlich, dass dann sogar Redner auf der Hauptbühne noch vom “Krieg” sprachen und die Meute anheizten. Weltfremde Betriebsblinde wie Ströbele faseln da noch was vom “Karneval der Kulturen” und geben natürlich auch der Polizei die Schuld. Komisch, von Bedauern über massenweise verletzte Polizeibeamte konnte ich in seinen Ausführungen nichts entdecken. Ebensowenig wie bei den übrigen, sonst immer vorschnell in die Medien preschenden hysterischen Berufsempörern wie C. Roth, wenn irgendwo 10 Neonazitrottel 30 Minuten um den Block demonstrieren. Diese Typen, wie auch unser mediengeiles Vorzeigeopfer V. Beck, der immer am liebsten zu den Demonatrationen hinfliegt wo er öffentlichkeitswirksam zusammengschlagen wird, schweigen nämlich lieber gleich, schließlich ist das alles voll in ihrem Sinne (ich sollte betonen dass ich natürlich nichts gegen Homosexuelle an sich habe). Naja, wenn sogar Merkel den Protest gegen die von ihrer Politik mitgetragene Globalisierung ausdrücklich befürwortet
Hauptsache, Familienväter in Polizeiuniform können sich von verkrachten Existenzen, die alle für “Arschlöcher” halten, die “gegen den Sozialismus” sind, auf der Straße den Schädel einschlagen lassen, weil die Gutmenschen ja für eine bessere Welt sind. Da krieg ich Brechreiz.

Edit: So einen fantastisch klaren Artikel zum Thema hätte ich SPON nicht zugetraut. Hier wird Tacheles geredet!

np. Cloud Temple - Funeral Dirge ov thee Crowe King