Dahin gehört meiner Meinung nach die deutsche Bahn. Vor Wochen per Einschreiben, auf offiziellem Formblatt und mit Bitte um schriftliche Bestätigung meine Bahncard fristgerecht gekündigt und gestern Post bekommen: die Rechnung für meine neue Bahncard.
Das scheint Wahnsinn mit Methode zu sein, wenn man die Beschwerdeartikel und diesbezüglichen Verbrauchertipps im Netz betrachtet. Gemutmaßte Devise der Bahn: Die Kündigung lieber erstmal ignorieren und auf Vermeiden von langwierigen Verhandlungen und genervtes Einlenken und Zahlen des ex Kunden hoffen, der eigentlich keiner mehr sein wollte. Ins Bild passt da die kaum auffindbare richtige Adresse, an die man sich bei Kündigungen wenden soll. Ich habe im Netz drei verschiedene Adressen gefunden, aber laut Angabe auf dem Einlieferungsbeleg des Briefes wohl doch die angeblich zuständige Stelle erwischt. Scheiß Abzocker, Montag erstmal anrufen und Stunk machen.
Da half nur positive Ablenkung durch einen alten neuerworbenen Film aus der Kindheit und einen Konzertbesuch mit ausufernder Aftershowparty mit den Jungs bis in den Morgen. Bier in die Hand, Mucke an, Piedel raus… oder so ähnlich.

Edit
Ändere zwar nicht meine Meinung über die DB, aber die Richtung meines Ärgers: Anscheinend lag meine Kündigung einen knappen Monat in einem völlig falschen Postleitzahlenbereich “zur Abholung bereit”, bevor der Fehler anscheinend bemerkt und der Brief richtig weitergeleitet wurde. Danke, Deutsche Post! Jetzt ist die Kündigungsbestätigung dann auch eingetroffen. Mal sehen wann von der Bahn die erste Mahnung kommt, weil ich bei der einen Stelle nicht die neue Bahncard bezahlt habe, während ich bei der anderen definitiv gekündigt habe…