Folie VerteMarch 30, 2008 4:38 pm


Da fährt man schon mal ins vermeintlich gelobte Land der Frieten, und was bekommt man serviert? Laffe, ungesalzene Dinger, die frisch nach Tiefkühltruhe schmecken. Naja, Rache ist Blutwurst. Da tat das folgende kühle Jupiler dem Gaumen schon bedeutend wohler. Gezapft und billig, so wie muss.
Was war noch? Achja, Agalloch nahmen live in Vosselaar ihre erste DVD auf. Und was soll ich sagen, außer: schiere Brillianz und Gänsehaut pur. Für ein Metalkonzert war das Publikum erartungsgemäß erstaunlich heterogen (vom Postrocker bis zum trve Black Metaller war alles vertreten) und ließ sich die phänomenale Stimmung auch durch den Kabelbruch eines Gitarristen gleich beim ersten Stück nicht nehmen, welches daraufhin lobenswerterweise noch einmal gespielt wurde (wir erinnern uns: DVD Aufnahme). Einziger Wermutstropfen dieses außergewöhnlichen Auftritts war die fehlende Zugabe, dafür gabs zu Beginn eine Weihrauchräucherung und die Bandmitglieder gingen auf der Bühne auch unerwartet ordentlich ab. Die DVD dürfte sogar für relative DVD-Muffel wie mich ein Pflichtkauf werden.
Die holländische Vorband “In Age And Darkness” wusste mit ihrem Funeral Doom mit Postrockeinflüssen zu Beginn recht positiv zu überraschen. Könnte man im Auge behalten. Von den zu meiner Freude für Mourning Beloveth eingesprungenen englischen Fen war ich anfänglich jedoch ein wenig enttäuscht, stellt die letztjährige MCD für mich doch einen Höhepunkt des musikalischen Jahres 2007 dar. Dank kontinuierlich besserem Sound und zwei Bier mehr intus kamen aber vor allem die letzten beiden minimalistisch-monotonen Monsterstücke dann doch noch an meine Erwartungen heran.
Tja, und wenn man nicht weiß, dass drei Türen neben dem Club Metalzone/Shiver Records einen Laden haben, hat man definitiv nicht genüged Geld mitgenommen… *argh* Den krönenden Abschluss eines spaßigen Abends mit guter Musik und noch besseren Gesprächen bildete dann aber der unmittelbar nach Abfahrt noch zu pustende Alkoholtest bei den netten belgischen Polizisten auf der Hauptstraße (in Leidensgemeinschaft mit fast alle weiteren motorisierten Konzertbesuchern). “This S means safe. Sie können weiterfahren.” Seit wann praktiziere ich denn wohl nicht Safer Sex Driving?

Back in the woodsMarch 24, 2008 3:59 pm

Vormittags auf einer Kuppe bei Lauterbach. Ein stürmischer, böiger Wind fegt über die karge Höhe, fast waagerecht kommen Graupelschauer von vorne und nehmen die Sicht bis auf ein paar Meter voraus. Feine Kristalle stechen mir ins Gesicht, manchmal wirft mich die Wucht der Böen fast um. Mir ist kalt, wirklich witterungsgerechte Bekleidung liegt 600 km Luftlinie westwärts am anderen Ende Deutschlands ungenutzt und vergessen im Schrank. Ich muss an Skadi denken… Die Musik im Ohr passt perfekt: Paysage d`Hiver begleiten kongenial tosend das Spektakel auf der verschneiten Anhöhe. Eine Einheit von Empfindung, Zeit und Raum, und doch eine fast zeitlose, existenzielle Erfahrung. Black Metal als Refugium.
Lange halte ich es nicht aus im stürmischen Treiben und mache mich auf den Weg hinunter. Ich fühle mich kraftvoll und lebendig.

Trotz des Winteraustreibens zu Ostara hat es hier an der Mosel heute morgen wieder geschneit. Aber das ist nichts gegen den Wintereinbruch im Erzgebirge letzte Woche: Glatteis, Straßensperrungen, Schneestreiben, Schneemannbauen :-) . Sowas ist man ja garnicht mehr gewohnt…

Back in the woodsMarch 15, 2008 12:45 pm

Nachdem einige Ostaravorbereitungen schon vorsorglich erledigt wurden, kann es morgen nun in den wohlverdienten Kurz- bzw. Heimaturlaub ins Erzgebirge, vor allem in das Naturschutzgebiet rund um die Greifensteine gehen. Gerade pünktlich zum Ostarafest zurück, will danach die leidige Steuererklärung zum ersten Mal allein gemacht werden, bevor ein letzter Höhepunkt die Ferien schon wieder abschließen wird. Aber dann kommen ja schon bald der oldenburgische Heimatvertriebene und der Fischkopp vorbei zum Wok- und Weinwochende samt Verkostung schwedischer Modedrogen.
In der Folge geht es an die Vorbereitungen zum letzten Akt, dem 2. Staatsexamen im Mai.
Zu Mittsommer heißt es dann endlich: Freiheit!

HatefuelMarch 14, 2008 10:44 am

Auf welchem Planeten leben solche Leute? Wenn man nicht wüsste, dass hinter derartigen Artikeln Methode steckt könnte man wenigstens noch auf eine Satire schließen.