Vormittags auf einer Kuppe bei Lauterbach. Ein stürmischer, böiger Wind fegt über die karge Höhe, fast waagerecht kommen Graupelschauer von vorne und nehmen die Sicht bis auf ein paar Meter voraus. Feine Kristalle stechen mir ins Gesicht, manchmal wirft mich die Wucht der Böen fast um. Mir ist kalt, wirklich witterungsgerechte Bekleidung liegt 600 km Luftlinie westwärts am anderen Ende Deutschlands ungenutzt und vergessen im Schrank. Ich muss an Skadi denken… Die Musik im Ohr passt perfekt: Paysage d`Hiver begleiten kongenial tosend das Spektakel auf der verschneiten Anhöhe. Eine Einheit von Empfindung, Zeit und Raum, und doch eine fast zeitlose, existenzielle Erfahrung. Black Metal als Refugium.
Lange halte ich es nicht aus im stürmischen Treiben und mache mich auf den Weg hinunter. Ich fühle mich kraftvoll und lebendig.

Trotz des Winteraustreibens zu Ostara hat es hier an der Mosel heute morgen wieder geschneit. Aber das ist nichts gegen den Wintereinbruch im Erzgebirge letzte Woche: Glatteis, Straßensperrungen, Schneestreiben, Schneemannbauen :-) . Sowas ist man ja garnicht mehr gewohnt…