Nach über drei Stunden Fahrt, endlosen Baustellen, nicht vorhandenen Umleitungsschildern (jetzt weiß ich, warum meine Eltern früher auf den Nachtfahrten in den Frankreichurlaub immer so angeschissen waren, und damals noch ohne Navi unterwegs…), der Hälfte meines Nervenkostüms weniger und der Zeit im Nacken kamen wir gestern dann doch noch pünktlich in Vosselaar, Scheiß-Belgien, an, um Agalloch und Dornenreich (in “Metalbesetzung”) plus eine minderwertige Goth-Doom-Melodic-Metal Band im Biebop zu bewundern. Keine Zeit mehr gehabt was zu futtern, deshalb erstmal zwei Bier runtergekippt.
Über die erwähnte Vorband hülle ich lieber den Mantel des Schweigens. Dann kamen schon überraschend Dornenreich als Zweite an die Reihe…von wegen Metalbesetzung, neben Eviga an der (zugegebenermaßen E-) Gitarre und dem Fiedelmeister war nur noch ein zu laut abgemischter Schlagzeuger auf der Bühne. Da ich die alten Poesiealbum-Black-Metal-für Abiturienten-Songs eh hasse, nur das letzte Akustikalbum “In Luft geritzt” wirklich gut finde, und das schräge Gefiedel live irgendwie extrem an dem letzten Rest Nerven zerrte, sind wir nach 1 1/2 Liedern lieber ins drei Türen weiter gelegene Ladengeschäft von Shiver Records getigert. Ausbeute: u. a. neue WITTR, neue Stille Volk, neue Amesoeurs (Vindaloo Mann, wenn dir seine andere Gruppe Alcest zu verträumt ist, hier ist die Black Metal Version mit Shoegaze-Einflüssen…), neue Fen, die schwer zu bekommende aktuelle Woods of Ypres. Wenn allein das die Fahrt nicht gelohnt hat…
Schnell noch ein paar pappig-schmierige Fritten von “Frittur Dong” reingeschmissen (ein Wohlgenuss…), da standen auch schon Agalloch auf der verräucherten Bühne. Um es vorweg zu sagen: Bedauerlicherweise fehlte die Magie des letztjährigen, fast auf den Tag genau ein Jahr vergangenen Konzerts und ganz besonderen Abends. Überdurchschnittlich waren sie natürlich trotzdem und spielten chronologisch vom ersten bis zum aktuellen Album überwiegend Stücke, die man damals nicht hörte, leider aber nicht die beiden besten. Den Höhepunkt bildete jedoch die dronige Zugabe der
Remix Version von “The Lodge” von der “The Grey” EP… purer Krach! Geil!
Rückfahrt dann das Gleiche wie im ersten Satz, bloß umgekehrt…
Irgendwann in den nächsten 50 Jahren werde ich auch mal wieder Festnetztelefon und Internetanschluss haben. Bloß nicht DSL, das dauert noch 20 Jahre mehr.
Was da gerade in Köln passiert. Inwieweit diese Pro - Bürgerbewegungen da dubios sind kann ich schlecht beurteilen, aber die seit Wochen andauernde Hetze, Zensur und der allgegenwärtige Meinungsfaschismus in Bezug auf den an diesem Wochenende laufenden Anti - Islamisierungskongress sind schon ziemlich beängstigend. Da werden demokratisch gewählte Volksvertreter von Kölner Ratsmitgliedern als “Nazidreck” und “Exkremente” beschimpft, da wird eine ordnungsgemäße Veranstaltung sogar von der Polizei behindert, mehrere Pro - Aktivisten von Linksextremisten in SA Manier zusammengeschlagen und der aktuelleste Vorfall heute von den konformistischen Massenmedien dann zu einem “Angriff von Rechtsextremen auf einen Dunkelhäutigen” umgeschrieben, gewaltbereite “Demonstranten” werfen Steine auf Parlamentsangehörige anderer europäischer Staaten (Österreich hat schon sein Außenministerium eingeschaltet) und Opportunisten jeglicher Lobbygruppen und Institutionen faseln ständig von “Rassistenkongreß”und “Nazis”, wo gewählte Rechtskonservative aus ganz Europa (von deren Parteien man im Einzelfall halten kann was man will) von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit und Diskussion Gebrauch machen, auf das das linke Spektrum doch immer so gerne pocht. Allein die aggressive und gewaltbereite Atmosphäre in der Domstadt zeigt, dass die Thematik des Kongresses mitnichten eine aus der Luft geriffene Chimäre Ewiggestriger ist. Weimarer Verhältnisse im Jahr 2008. Quo vadis, Meinungsfreiheit in Deutschland?
Jetzt geht es – auch im Wortsinne – ans Eingemachte. Kochende Muttis, waschende Omis, putzende Mädels – das kommt uns nicht mehr auf den dann von innen gesäuberten Bildschirm. Das EU-Parlament will solcherlei „klischeebehaftete“ Fernsehwerbung im Sinne der regierenden Genderideologie nachhaltig und porentief weißwaschen.
Mehr vom passend-bissigen Kommentar… Sehe das eigentlich nur ich so, dass “entwürdigend” eigentlich mehr auf die immer weiter voranschreitende Einengung und Gehirnwäsche der EU - Bürger passt?
Auf welchem Planeten leben solche Leute? Wenn man nicht wüsste, dass hinter derartigen Artikeln Methode steckt könnte man wenigstens noch auf eine Satire schließen.
Die Geister die der niedersächsische Wähler rief
“Christel Wegner, Fraktionsmitglied von “Die Linke”
im niedersächsischen Landtag und Mitglied der DKP, hat die
Wiedereinführung der Staatsicherheit gefordert. Wegner sagte
gegenüber dem ARD- Politikmagazin “Panorama”: “Ich denke…, wenn man
eine andere Gesellschaftsform errichtet, dass man da so ein Organ
wieder braucht, weil man sich auch davor schützen muss, dass andere
Kräfte, reaktionäre Kräfte, die Gelegenheit nutzen und so einen Staat
von innen aufweichen.” (”Panorama”: Donnerstag, 14. Februar, 21.45
Uhr, Das Erste.)”
Sollte man sich vielleicht doch mal angucken. Die Wölfe im Schafspelz scheinen sich schneller zu enttarnen als man gedacht hätte.
Man kennt es inzwischen zur Genüge. Trotzdem ist es immer wieder zum Kotzen.
Es war geplant, am Montag in Darmstadt Wolves In The Throne Room zu gucken.
Ihr wisst schon, die amerikanischen Eremiten-Black Metaller aus den pazifisch-nordwestlichen Urwäldern. Heute Mitteilung von einem Freund: Konzert abgesagt, Vorwurf “Naziband”. Trotz eindeutiger Statements. Der deutscher Booker und Freund der Band wird über den mutigen Widerstand des autonomen JuZ gegen die “Faschos” natürlich nicht informiert, sondern erfährt dies ebenfalls nur durch Gerüchte und auf Eigeninitiative. Soviel Eier in der Hose hat man dann doch nicht. Antifaüberfälle auf dem WGT letztes Jahr, DKP-Mitglied im niedersächsischen Landtag, grundlose Konzertabsagen infolge der Nazikeule: Die Luft wird dünner im politisch korrekten Absurdistan des Jahres 2008.
Gut das es mal jemand ausgesprochen hat.
Und falls jemand noch Fragen zur Deutschen Küche hat, die Deutsche Kochschau beantwortet sie - auch wenn nicht jeder Gag sitzt.
Interessanter Artikel. Entlarvend vor allem für die Verfechter einer quasi-Zensur von Internetblogs durch mehr Kontrolle. Oder wie soll man folgende Aussagen verstehen?
“Die Journalisten zweifelten an den Fähigkeiten der Blogger, warnten vor den Gefahren des “unkontrollierten Informationsflusses” und forderten mehr Regulierung. Insbesondere sollten für Onlinemedien Qualitätsstandards eingeführt werden.”
Die “Qualität” der bisherigen Massenmedien hat aber vielleicht auch mit zu dem Riesenhaufen an weblogs geführt?
“So malte der Intendant der Deutschen Welle, Erik Bettermann, das Szenario an die Wand, dass die Information durch Blogs “außer Kontrolle” geraten könnte.”
Wieso, weshalb, warum das? Hat da jemand Angst vor vielfältiger Konkurrenz?
“Auch der Medienwissenschaftler Marcel Machill von der Universität Leipzig stellte die inhaltliche Relevanz von Blogs in Frage. Blog-Suchmaschinen selektierten Blogs nicht nach inhaltlichen, sondern nach technischen Kriterien. Er forderte für das Internet genauso Regeln aufzustellen, wie dies für analoge Medien getan worden sei. “Das Internet kann kein illegaler Raum sein”, sagte Machill.”
Darum geht es gar nicht. Natürlich schreiben viele Blogs Müll (wie dieser auch
), aber warum sollte man da irgendetwas reglementieren? Die “etwas andere Information” macht doch gerade den Reiz von weblogs aus. Mir scheint dass hier ganz einfach missliebige Meinungen unterdrückt werden sollen. Wie war das noch mit dem Grundrecht auf Meinungsfreiheit?
“Der Vorsitzende der Medienkommission der SPD, Marc Jan Eumann, forderte, die Medienkompetenz der Menschen zu stärken. “Das ist in einer Mediengesellschaft eine Schlüsselqualifikation, damit Menschen Informationen korrekt einordnen und abschätzen können, welche Wirkungen sie mit der Veröffentlichung von Informationen auslösen”, sagte er.”
Nichts gegen einzuwenden. Mit der erworbenen Medienkompetenz kann man dann ja die gleichgeschalteten Massenmedien kritisch gegenlesen. Vom Regen in die Traufe, Herr SPD-Mann Eumann.
“Der Programmdirektor der Deutschen Welle, Christian Gramsch, betonte, dass Journalisten in Zukunft weiter eine wichtige Rolle spielen werden. Sie seien die Profis, die am besten richtige und falsche Informationen einordnen und kommentieren könnten.”
Professionelle Arbeit stelle ich mir aber anders vor, wenn ich manchmal so gängige Artikel der “Medienprofis” lese. Nicht seriöse Information, sondern reine Propaganda und Desinformation mit Tendenz zur bewussten Manipulation beherrschen das Bild (nicht nur bei BILD, sondern auch im Feuilleton der “ZEIT” beispielsweise
).
Hier wollen billige Meinungsmacher ihre Pfründe sichern, nicht anderes. Von den sinkenden Auflagenzahlen der Printmedien fange ich jetzt nicht an.
“Mehrere Blogger forderten die Politik auf, den Web-Autoren Zeit zu lassen. Schon jetzt würden sich langsam Qualitätsstandards etablieren.”
Umso besser. Eine Gegenöffentlichkeit mit Verstand ist die beste Aufklärungsform heuzutage.
Ach, ich fühl’ es
Ach, ich fühl’ es! Keine Tugend
Ist so recht nach meinem Sinn;
Stets befind’ ich mich am wohlsten,
Wenn ich damit fertig bin.
Dahingegen so ein Laster,
Ja, das macht mir viel Pläsier;
Und ich hab’ die hübschen Sachen
Lieber vor als hinter mir.
Wilhelm Busch (1832-1908)
