Spätestens mit dem neuen Album “Veleno de Teixo” (”Gift der Eibe”) müsste nun auch endlich Vindaloo - Hoshi auf die galicischen Sangre Cavallum aufmerksam werden. Musikalisch neben zeitgenössischer (Neo)Folk- und Industrialkultur vor allem in ihrer Heimat im Norden der iberischen Halbinsel verwurzelt (klimatisch der Bretagne nicht unähnlich), drehen sich die Lieder thematisch um die Traditionen Callaecias, die vorchristliche castros - Kultur und die heilige Eibe, der interessanterweise wie in der germanisch - mitteleuropäischen Überlieferung als “Baum des Todes” und Mittlerin zwischen den Welten gesehen wird. Dabei wurden die moderneren psychedelischen Elemente des Vorgängers “Pátria Granítica” etwas zurückgeschraubt und noch mehr Wert auf traditionelle Instrumente und auf, ich nenne es mal “mittelalterliches” Flair, gelegt, was die Scheibe ausgereifter und runder klingen lässt.
Als guter Einstieg in das Werk dieser Gruppe kann zudem auch die Retrospektive “Troadouro” dienen, die auf zwei CDs und 150 Minuten(!) Demos, Samplerbeiträge, Livestücke und unveröffentlichtes Material beinhaltet. Sollte man im Auge behalten.
Achja, wenn jemand im Lotto gewonnen hat oder mir was vererben will, hab gestern zufällig bei einem Immobilienmakler ein Domizil erspäht, das meiner Traumhütte bis jetzt am nächsten kommt. Komplett Holz innen wie außen, fast neu, groß, eher Randlage, Blick aufs Grüne, Streuobstwiese hinterm Haus, in der Eifel! Über den Preis reden wir mal lieber später…